Die ersten Reste von Placodontiern wurden von H. v. Meyer und Agassiz für Fische gehalten und erst R. Owen erkannte sie als Reptilien.
Fig. 387.
Placodus gigas Ag. Muschelkalk. Bayreuth. a Schädel von der Unterseite, b von oben, c Unterkiefer von oben, d von der Seite. 1/3 nat. Gr.
Fig. 388.
Placochelys placodonta Jaekel. Unt. Keup. Veszprém. Ungarn. Schädel von der Seite. Pmx Prämaxillare, Mx Maxillare, L Lacrimale, Prf Präfrontale, N Nasale, F Frontale, Ptf Postfrontale, Po Postorbitale, J Jugale, P Parietale, Sq Squamosum, Qj Quadratojugale, Q Quadratum, Na Nasen-, O Augen-, S Schläfenloch, D Dentale, Pc Processus coronoideus, Ag Angulare, Sag Supraangulare, Art Articulare, B Knochenbuckeln. 1/3 nat. Gr.
Sie waren wahrscheinlich auf seichte Uferlinien beschränkte Meeresbewohner und ihrem Gebiß nach in der Hauptsache Muschelfresser, zu deren Abstoßen von ihrem Standort bei Placodus und Cyamodus das Schneidegebiß, bei Placochelys ein mit Hornschutz versehener Schnabel gedient haben mag.