Flügel stark reduziert. Fuß dreizehig.
Dromaeus, Emu, lebend in Australien, Casuarius, Kasuar auf Neuseeland, daselbst auch fossil. Genyornis mit massivem, fast 1/3 Meter langem Schädel im Pleistocän von Australien, Hypselornis im Pliocän von Indien.
4. Familie. Aepyornithidae.[114]
Nur fossil bekannt, aus Pleistocän oder sogar Alluvium von Nord-Madagascar.
Diese Riesenvögel haben einen relativ kleinen Schädel, ein sehr kurzes breites Sternum mit deutlichen Coracoidgelenken und meist einen vierzehigen Fuß. Die Eier sind fast dreimal so groß als Straußeneier. Aepyornis. Die Tibia der größten Art hat eine Länge von 80 cm. Müllerornis. Diese Vögel waren sicher noch Zeitgenossen des Menschen.
5. Familie. Dinornithidae.[115] Moas.
Flügel und Brustgürtel stark reduziert oder ganz fehlend. Schnabel kurz, Hinterextremität sehr massiv. Femur ohne Luftgänge. Fuß dreizehig, zuweilen mit Hallux.
Die Überreste dieser meist riesigen Vögel verteilen sich auf mindestens vier Gattungen und etwa 20 Arten, welche jedenfalls zum Teil noch mit dem Menschen zusammengelebt haben, zum Teil aber angeblich in das Pliocän hinabgehen. Die Knochen finden sich zuweilen noch als Skelette vereinigt in Sümpfen, auch in alten Lagerplätzen der Maori kommen sie zusammen mit Eischalen in größerer Menge vor. Federn ähnlich wie beim Kasuar.
Dinornis Owen. Schnabel breit und spitz zulaufend. Tarsometatarsus und Tibiotarsus lang und schlank. D. maximus Owen hatte aufrechtstehend eine Höhe von 3,5 Metern.
Palapteryx Owen (Eurapteryx Haast). (Fig. [469].) Kleiner, aber plumper als der vorige. Schnabel abgerundet. Hallux stets vorhanden. Höhe kaum 2 Meter.