Die Crypturi oder Tinami haben ein langes, gekieltes Sternum, auch in der Gaumenbildung nähern sie sich den Euornithes und zwar den Gallinaceiden, in der übrigen Organisation und in ihrem äußeren Habitus dagegen den Straußen. Sie haben nur ein beschränktes Flugvermögen und bewohnen Südamerika und Mexiko. Tinamus fossil in brasilianischen Höhlen.
4. Überordnung. Euornithes.
Vomer hinten zwischen den Palatina das Sphenoidalrostrum umschließend. Pterygoidea und Sphenoid mit den Palatina artikulierend. Sternum gekielt, außer bei Nichtfliegern. Ilium und Ischium hinten miteinander verschmolzen. Tarsometatarsus mit ein oder mehr Kanälen für Sehnen.
1. Ordnung. Impennes. Pinguine.
Die Pinguine zeigen hochgradige Spezialisierung zum Schwimmen, denn die kurzen Flügel sind zu Rudern umgewandelt. Die Schädelknochen bleiben zum Teil lange Zeit frei. Die Scapula ist hinten verbreitert, die Rückenwirbel sind opisthocöl, der breite kurze Tarsometatarsus zeigt mehr oder weniger unvollständige Verwachsung der Metatarsalien. Die Pinguine bewohnen die antarktische Region, gehen aber an der Westküste von Südamerika bis zum Äquator.
Palaeeudyptes, ein riesiger Pinguin im angeblichen Eocän von Neu-Seeland. Auch Anthropornis aus dem Eocän der Seymour-Insel hat riesige Dimensionen. Die übrigen dort vorkommenden Gattungen, Pachypteryx, Eospheniscus, Delphinornis und Orthopteryx sollen nach Wiman primitiver organisiert sein. Zahlreiche Gattungen und Arten haben auch Ameghino, Mercerat und Moreno aus dem Miocän von Patagonien beschrieben — Palaeospheniscus (Fig. [470]), Perispheniscus, Paraptenodytes etc., von denen manche nach Ameghino mit Wimanschen Gattungen identisch sind. Cladornis und Cruschedula stammen aus den Pyrotherienschichten von Patagonien.
Fig. 470.
Palaeospheniscus planus Ameghino. Miocän. Patagonien. Metatarsus a von vorne, b von hinten. (Nach Ameghino.)]