Fig. 522.
Amphiproviverra manzaniana Ameghino. Obermiocän. Santa Cruz. A obere, B untere Zahnreihe. Nat. Gr. (nach Sinclair.)
Prothylacinus Ameghino. 43 J. M1 und M2 mit deutlichem, M3 ohne Protocon, M4 mit kleinem Protocon und Metacon, P4 wenig größer als P3. Untere M mit schwachem Talonid. Schädel lang, ohne Alisphenoidbulla. Unterkiefer mit fester Symphyse. Hallux stark reduziert. Krallen spitz, zusammengedrückt. Miocän. Santa Cruz.
Napodonictis Ameghino. Ebenda. Pseudothylacinus Ameghino. Miocän. Colpodonschichten.
Borhyaena Ameghino. 33 J. Zähne plump, dicht aneinanderschließend. M4 knopfartig. Talonid nur an M1 und M2 gut entwickelt. Schädel kurz, mit weit abstehenden Jochbogen. Ohne Alisphenoidbulla. Humerus ohne Entepicondylarforamen. Endphalangen stumpf, rundlich, an der Spitze gespalten. Miocän. Santa Cruz.
Acrocyon, Conodonictis Ameghino. Ebenda. Pseudoborhyaena. Miocän. Colpodonschichten. Proborhyaena, Pharsaphorus Ameghino. Pyrotheriumschichten.
8. Familie. Didelphyidae. Beutelratten.
Meist kleine carnivore Beutler. 5.1.3.4.4.1.3.4. J klein, dicht gedrängt. C stark entwickelt. Dem letzten, meist sehr hohen P geht ein lange funktionierender Milchzahn voraus. Obere M trituberkulär dreieckig, Protocon, Paracon und Metacon ⋁förmig, am Außenrand in der Regel einige kleine Basalhöcker vorhanden. Untere M tuberkulärsektorial mit kräftigem Metaconid und mehrhöckerigem, wohlausgebildetem Talonid. Extremitäten fünfzehig, Hallux opponierbar. Humerus mit Entepicondylarforamen.
Die beiden lebenden Gattungen Didelphys und Chironectes sind in Amerika verbreitet von Patagonien bis Canada. Fossile Vertreter sind im älteren Tertiär von Europa und Nordamerika nicht selten, in Südamerika im Tertiär und Pleistocän. Die ältesten Formen kennt man aus der Kreide. Laramiebed von Nordamerika. Von den Gattungen Didelphops, Cimolestes, Pediomys, Telacodon und Batodon Marsh aus der oberen Kreide von Wyoming sind nur isolierte Zähne und Kieferfragmente bekannt.
Didelphys Lin. (Peratherium Aymard. Oxygomphius Meyer, Amphiperatherium Filhol, Herpetotherium, Embassis Cope. (Fig. [523].) 5.1.3.4.4.1.3.4. Außer den drei ⋁förmigen Haupthöckern auch Nebenhöcker am Außenrand der oberen M vorhanden. Untere M schlank. In Europa vom Obereocän bis Untermiocän, in Nordamerika im Eocän, Oligocän und Pleistocän.