Caroloameghinia mater Ameghino. Eocän. Notostylopsschichten. Patagonien. A oberer Molar. B unteren Molaren. 3/1 nat. Gr. C Unterkiefer, nat. Gr. (nach Ameghino.)

Die Form der M erinnert teils an Primaten, teils an Nager.

Caroloameghinia Ameghino. (Fig. [524].) Eocän. Notostylopsschichten von Patagonien.

Zeitliche und räumliche Verbreitung der Marsupialier.
TriasDoggerOberer JuraOb. KreideTertiärPleisto-
cän
Jetzt-
zeit
EuropaNordamerikaSüdafrikaEuropaEuropaNordamerikaNordamerikaEuropaNordamerikaSüdamerikaAustralienAustralienAmerikaAustralienAmerika
I. Allotheria
1. Tritylodontidae
2. Plagiaulacidae
3. Polymastodontidae
4. Polydolopidae
II. Diprotodonta
1. Caenolestidae
2. Phalangeridae
3. Phascolomyidae
III. Polyprotodonta
1. Dromatheriidae
2. Triconodontidae
3. Myrmecobiidae
4. Peramelidae
5. Notoryctidae
6. Pantotheriidae
7. Dasyuridae
8. Didelphyidae
9. Caroloameghinidae

B. Unterklasse. Placentalia.

1. Ordnung. Insectivora. Insektenfresser.[124]

Meist kleine, in der Regel fünfzehige, bekrallte Sohlengänger. J manchmal teilweise vergrößert, nicht selten teilweise reduziert. C wenig von den J und P verschieden, manchmal auch groß und zweiwurzelig oder auch verkümmert, P zugespitzt, letztere öfters sekodont, M lophodont oder bunodont, die unteren mit meist fünf scharfen Höckern, die oberen tri- oder quadrituberkulär, Milchgebiß meist frühzeitig ausfallend, selten funktionierend. Gehirn klein, mit glatten Hemisphären. Schlüsselbeine fast immer vorhanden.

Die typischen Insectivoren sind kleine, häufig unterirdisch lebende, grabende, nächtliche, seltener kletternde oder schwimmende Landtiere, welche sich von Insekten und Würmern nähren. Sie bilden unter den Placentaliern die primitivste Ordnung und haben enge Beziehungen zu den polyprotodonten Beuteltieren, wenigstens zu den Pantotheriidae. Jetzt werden ihnen auch eine Anzahl gänzlich erloschener Formen angereiht, die zum Teil ansehnliche Körpergröße besitzen und früher teils zu den Primaten gestellt, teils für eine besondere Ordnung angesehen wurden.

Gegenwärtig bewohnen die Insectivoren nur die Alte Welt und Nordamerika, sie fehlen dagegen in Südamerika und Australien. Die fossilen Formen haben im wesentlichen die nämliche Verbreitung, nur eine Gattung ist bloß auf Südamerika beschränkt. Sie beginnen mit ziemlich vielen, großenteils erloschenen Formen im Eocän und Oligocän von Nordamerika, spielen aber hier im späteren Tertiär nur eine untergeordnete Rolle, während sie in Europa vom Oligocän bis in das Obermiocän trotz ihrer Kleinheit keineswegs zu den Seltenheiten gehören.