Die Talpiden sind kleine, unterirdisch lebende Wühler mit verkümmerten Augen und langer Schnauze. Beim Maulwurf reicht das Manubrium bis unter den zweiten Halswirbel und nimmt vorne das kurze fast quadratische Schlüsselbein auf, welches mit dem distalen Ende des kurzen, stark verbreiterten Humerus artikuliert und durch Bänder mit der schmalen langgestreckten Scapula verbunden ist. Der Humerus besitzt einen weit vorspringenden Deltoidkamm und neben jedem Condylus einen spornartigen Fortsatz. In den oligocänen Phosphoriten von Quercy Amphidozotherium Filhol, im europäischen Miocän die Gattungen Scaptonyx M. Edwards, Proscapanus Gaillard und Talpa Linn (Fig. [527]), die letztere auch im Pliocän und Pleistocän. Eine Art auch im Miocän von Montana.
Proscalops Matthew. (Fig. [528].) J vergrößert. P mit Ausnahme von P4 klein. Zähne niedriger als bei Scalops. Schädel hinten stark verbreitert. Untermiocän. Colorado.
Domnina Cope. Oligocän. White Riverbed von Nordamerika.
Nyctitherium (Talpavus, Nyctilestes) Marsh. Obere M mit kräftigem Hypocon. Mittleres Eocän. Bridgerbed von Nordamerika.
Fig. 527.
Talpa Meyeri Schlosser. Unt. Miocän. Weisenau bei Mainz. Humerus a von innen, b von hinten, c von außen, d von vorne, e von unten. Nat. Gr. (Nach Schlosser.)
Entomacodon (Centracodon) Marsh. Myolestes und Entomolestes Matthew. Ebendaselbst.
Echinogale Pomel im Untermiocän von Frankreich. Systematische Stellung unsicher.