Fig. 547.

Arctocyon Gervaisi Lemoine. Unt. Eocän. Cernays bei Reims. A drei obere Molaren von unten (nat. Gr.). B untere Molaren von oben und von der Seite 1/1. (Nach Lemoine.)

Arctocyon Blv. (Fig. [546], [547].) Untereocän von Reims. Obere M mit fünf großen und zahlreichen kleinen Höckern.

Arctocyonoides Lemoine.

Claenodon Scott (Mioclaenus Cope). Obere M wie bei vorigem, P4 mit kräftigem Innenhöcker. Hand und Fuß Bärenähnlich, jedoch Astragalus mit langem Hals. Untereocän. Torrejon Neu-Mexiko. C. ferox, corrugatus Cope.

6. Familie. Miacidae. Cope.

P4 und M1 als Reißzahn entwickelt, obere M trituberkulär, untere tuberkulärsektorial mit stark reduziertem Trigonid. Hand und Fuß fünfzehig.

Die Miaciden sind kleine bis mittelgroße Raubtiere, welche im Gebiß teils den Viverriden teils den älteren Caniden und Ursiden ungemein nahestehen und auch zweifellos deren Ahnen darstellen. Sie unterscheiden sich nur durch das Fehlen einer knöchernen Bulla tympanica, durch die Trennung von Scaphoid, Centrale und Lunatum und durch den Besitz eines allerdings schon schwachen dritten Femurtrochanters. Dagegen zeigt das Gehirn schon erhebliche Fortschritte gegenüber den anderen Creodontia. Bei genauerer Kenntnis des Skelettes dürften sich auch manche europäische Formen — wie eocäne »Viverra«- und »Amphicyon«-Arten als Miaciden erweisen.

1. Unterfamilie. Viverravinae. Matthew.

22 M. Innenzacken des P4 und Hinterzacken von P4 groß. Zehen dicht aneinander gedrängt, digitigrad. Humerus mit niedriger Deltoidcrista und großem Tuberculum majus. Femur mit vorspringendem dritten Trochanter. Astragalus mit schmalem Caput und etwas ausgefurchter Trochlea. Fibula am Calcaneum artikulierend. Schädel gestreckt.