Vorderfuß A von Oreodon, B von Xiphodon mit inadaptiver Reduktion, C von Sus, D von Tragulus mit adaptiver Reduktion.

Im ursprünglichen Artiodactylenvorderfuß artikulierte Mc I mit dem Trapezium, Mc II mit Trapezium, Trapezoid und Magnum, Mc III mit Magnum und Unciforme und Mc IV und V mit dem Unciforme. Diese Anordnung kann festgehalten werden bei Reduktion der Seitenzehen, es behauptet bei dieser von Kowalewsky als »inadaptive Reduktion« (Fig. [652] AB) bezeichneten Umbildung jedes Metacarpale hartnäckig seinen Platz unter den dazugehörigen Handwurzelknochen, namentlich gilt dies von dem Mc II. Bei der »adaptiven Reduktion« (Fig. [652] CD) rücken die beiden mittleren Metacarpalia fast in gleiche Höhe, ihre proximalen Gelenkflächen breiten sich aus, drängen die seitlichen Metapodien nach außen und hinten und bemächtigen sich ihrer Ansatzstellen am Carpus. Mc II wird von der Verbindung mit dem Magnum ausgeschlossen und artikuliert nur mehr mit dem Trapezium und einem Teil des Trapezoids. Der Fuß erlangt hiedurch größere Festigkeit und Schnelligkeit. Alle noch jetzt existierenden Artiodactylen mit reduzierten Extremitäten gehören in die »adaptive« Reihe.

Fig. 653.

Calcaneum von Anoplotherium commune von vorne. as Gelenkfläche für den Astragalus, p Gelenkfläche für die Fibula, cub für das Cuboideum, 1/3 nat. Gr. (Nach Gaudry.)

Fig. 654.

Astragalus (Sprungbein) von Helladotherium Duvernoyi. A von vorne und B von hinten. 1/3 nat. Gr. (Nach Gaudry.) t tibiale Gelenkfläche (Trochlea), n naviculare Gelenkfläche, cub cuboidale Gelenkfläche, cal hintere Calcaneumfasette, c, c' seitliche Fasette für das Calcaneum, ex freier Innenrand des Astragalus.