Plesiomeryx Filhol. Extremitäten und Unterkiefer schlank. Ebenda.
10. Familie. Oreodontidae. Leidy.[152]
Gebiß meist vollständig. 3.1.4.3.3.1.4.3. in geschlossener Reihe, manchmal mit Diastema. Backenzähne selenodont. Obere M mit vier, selten mit fünf Halbmonden. P in der Regel einspitzig, seitlich komprimiert, ziemlich kurz. P4 zuweilen M-artig. Unterer P1 stets als Eckzahn, C als vierter Incisiv fungierend. Ulna, Radius, Carpalia, Tarsalia und Metapodien getrennt. Extremitäten vierzehig, Seitenzehen dünner und etwas kürzer als die Mittelzehen. Zuweilen noch ein Daumen vorhanden.
Die Oreodontiden sind vollkommen ausgestorben und bis jetzt nur aus dem Obereocän, Oligocän und Miocän von Nordamerika bekannt. Sie haben vermutlich mit den Cameliden die Stammform gemein.
1. Unterfamilie. Agriochoerinae.
Obere M mit tief ausgefurchten Außenhöckern. Humerus mit niedriger Trochlea. Endphalangen krallenartig. Schwanz lang. Augenhöhle nicht geschlossen.
Die Agriochoerinen haben äußerlich mehr Ähnlichkeit mit Carnivoren als mit Huftieren und gleichen hierin auffallend den Anoplotheriiden, von denen sie sich jedoch durch den Besitz von zwei Seitenzehen unterscheiden.
Protagriochoerus Scott. 44 P. Obere M mit fünf Höckern. P4 in beiden Kiefern einfach. Obereocän. Uintabed.
Agriochoerus Leidy (Artionyx Osborn, Merycopater, Coloreodon Cope, Agriomeryx Marsh). (Fig. [672].) Ohne obere J. 43 P. P4 in beiden Kiefern kompliziert. Obere M mit nur vier Höckern. Hand mit Daumen versehen. Oligocän. White Riverbed. A. major Leidy.