Geheftet M. 6.—, gebunden M. 9.—
Eine wirkliche Daseinsfreude offenbart sich hier, die herzlichste innere Teilnahme an den Geschöpfen der eigenen Phantasie, die sich erwärmend auch dem Leser mitteilt, Gesundheit und Frische, die auf dem Urgrunde volksmäßigen bodenbeständigen Empfindens gedeihen. Das nun so viel bespöttelte Wort „Heimatkunst“ charakterisiert doch am besten das Werk, das eine Fülle von Typen aus dem Wiener Leben in Ernst und Humor zu einem prächtigen Lebensausschnitte vereint. Wenn ein früheres Buch dieses Erzählers bei Peter Rosegger jubelnde Freude erweckte, so wird auch dieser Roman bei jedem ähnliche Empfindungen auslösen.
Rhein. Kurier.
Gottsmann der Egoist
Roman
Geheftet M. 5.25, gebunden M. 10.50
In vielen Beziehungen geistesverwandt mit dem Altmeister Eduard Pötzl, ist er es auch in dem einen Punkte, die Liebe zum Österreichertum, zum Deutschtum in Österreich besonders, letzten Endes aber die Liebe zu Wien, zu jenem alten Wien, das nicht mehr ist, zum Wien Guschelbauers und des guten alten Wiener Liedes. Was Stüber-Gunther da über das österreichische Staatsbeamtentum sagt, wie er den Offizier sieht, die Gedanken, die er über die Lebensauffassung der in Wien ansäßigen Tschechen im Gegensatz zu den Deutschen andeutet, geben einem aufmerksamen Leser sehr zu denken. Die Gestalten des Romans sind glänzend und wahr gezeichnet. Es gibt Episoden darin, die zu den schönsten gehören, was man zu lesen bekommt. Der Gesamteindruck: Ein selten schönes Buch, das zu jenen Büchern gehört, die man sich aufhebt, und das sind alljährlich wohl sehr wenige.
A. Wohlfahrt in Fricks Rundschau.