»Awwer vorher fegstde die Scherwe uff!« befahl Katharina.

Sie band ihm die Küchenschürze um, drückte ihm Besen und Schaufel in die
Hand.

»Marsch, erei, unn uffgekehrt!«

Und der kleine Adolf kehrte demütig die Scherben zusammen.

Bindegerst sah ihm zu und sprach: »Adolf, Du hast Dei Sach' gut gemacht, awwer gege #höchere Mächte# kann der Mensch nix mache!«

»Sei widder gut, Kättche!« bat Adolf abends. »Ich waaß selwer net, was ich heut morje gehabbt habb. Gebb merr en Kuß!«

Aber Käthchen drehte ihm den Rücken. »Merr sin noch lang net fertich miteinanner, mei Liewer! Ich guck, daß Samftmut bei Dir nix nitzt, — gut, ich kann aach annerschter sei'!«

Und sie war fortan so annerschter, daß Adolf auf die Frage des Herrn
Baldrian, wie ihm das Stück gefallen habe, antwortete: »Gespielt hawwe
se's ganz schee, — awwer des Stick daugt nix! Ganz unwahrscheinlich,
Herr Baldrian! E echt amerikanischer Schwindel!«

Gar viele Liebespärchen, solche mit und solche ohne standesamtliche Ambitionen, hatte der Mann im Mond beobachtet, seit er den scheppen Adolf hatte in die Falle gehen sehen, in der ein so magerer Köder hing. Nun hatte er ihn längst aus den Augen verloren. An einem Winterabend aber, als die Luft klar war wie geschliffenes Glas, fielen die Blicke des himmlischen Holzarbeiters wieder einmal in das Dachfensterchen und blieben erstaunt an dem Bilde haften, das sich bot:

Vater Bindegerst hatte das Ohr an die Türe gelegt und lauschte grinsend dem Lärm, der aus dem unteren Stockwerk scholl.