»… Adolf … des Kättche unn der Hippestiel … der Friseer … schon iwwer zwaa Jahr … Adolf!!«
Er versuchte sich aufzurichten, seine angstvoll geweiteten Augen starrten in unbekannte Ferne. »…ich wollt Derrsch schon immer … die zwaa … des Kättche unn der Hippestiel… die zwaa…«
Er ballte die Faust, sein Leib wälzte sich in der Lache, seine Linke griff in die Scherben der Flasche, zerkrallte sie. Aber er fühlte nichts mehr.
Adolf rannte die Treppe hinauf. »Kättche, der Vadder sterbt!«
Ein gellender Schrei antwortete ihm.
Dann war er allein.
Er schloß die Türe zur Treppe. Eisige Ruhe überkam ihn. Noch nie in seinem Leben hatte er die Dinge so klar gesehen.
Was geschah hier? Sein Schwiegervater starb. Gut, alle Menschen müssen sterben. Auch sein Gustavchen hatte sterben müssen. Und war doch so jung gewesen.
Aber weshalb hatte Katharina so geschrieen? Das war der Schrei tiefsten
Schmerzes gewesen. Also liebte sie doch einen Menschen, ihren Vater. —
Ihren Sohn, ihren Gatten hatte sie nie geliebt. Merkwürdig.
Aber mit dem Vater hatte sie ja unter einer Decke gesteckt. Die Beiden hatten ja gemeinsames Spiel gespielt, sie hatte ihn betrogen, und der Alte wußte es — seit zwei Jahren — —