Der Friede war wiederhergestellt. Das Gespräch beschäftigte sich mit den Kriegsaussichten.
»Ich wer' mich aach als Freiwilliger melde,« sagte der Sozi. »Ich wer' dene Franzosebrieder emal zeige, was Aldfrankforder Schmiss' sin!«
»Du?!« meinte der Fritz verächtlich. »Du mit dei'm Allerweltsbauch? Du bräuchst ja en ganze Schitzegrawe for dich allaans!«
»Euch liwerale Hungerleider freilich kann mer in der Westetasch mitnemme!« gab's ihm der Gustav zurück.
»Geht des vielleicht uff mei' Schweinsfieß'?« schrie der Fritz erregt und hieb mit der Faust auf den Tisch. »Du roter Giftnickel! Jetz is Schluß mit dene Revoluzzer-Sprich, jetz —«
»Awwer Ruhe, meune Herrn!« legte sich Schorsch wieder ins Mittel. »Iwwerlege mer uns liewer, wie mer dene Saurusse 's Fell verkloppe!« Und er begann seinen Kriegsplan zu entwickeln. Direkt auf Moskau müsse man losmarschieren. Gleichzeitig müsse ein Armeekorps von Petersburg aus, und ein anderes von der Krim den Russen in den Rücken fallen, und —
»Umgehe?!« lachte der Fritz. »Da guckt mersch widder: immer hinne 'erum, so sin se, die schwarze Heimticker! Grad so mache se 's aach im Reichstag!«
»Was mache mer? Wie mache mersch?« brüllte plötzlich der Schorsch. »Noch e Wort unn ich haag derr aans uff dein freisinnige Zelleriekopp! Ich gebb derr e rechtsliwerale Ohrfeig' uff die rechte Back', unn e linksliwerale uff die linke Back', daß de —«
»Willstde gleich Fridde halte, schwarz' Karnickel,« mischte sich der Gustav ein. »Unn du liweraler Dickkopp zahlst en Schoppe Buße!«
»Zahle? Ich? Dein vaterlandslose Bauch soll ich mäste?« schrie der Fritz und wurde ganz rot vor Wut. »Mensch, wann ich die Ortskrankenkass' net schone wollt', ich dhät —«