Und wenn ich nicht meinen schändlichen Überlistern einen solchen Triumph mißgönnt hätte, so hätte ich jämmerlich geweint.

»Führt ihn ab!« befahl der Kolonel und deutete lässig mit der Reitpeitsche auf mich.

Und während sie mich derb vorwärts stießen, öffnete sich die Ladentüre und herein taumelte — Jim Boughsleigh.

Ein Freudenschrei entfuhr mir. Schiwa hat mir den Retter gesandt.

»Jim!« jauchzte ich, und neue Hoffnung wärmte mein Herz, »Jim, edler Freund, sage du es ihnen, daß ich nie und nimmer Soldat werden wollte!«

Und nun geschah das Unfaßbare, nun sollte ich erfahren, daß ich die Schlechtigkeit der Weißen noch weit unterschätzt hatte, und daß der Biß der giftigsten Schlange Balsam ist, verglichen mit dem falschen Kuß eines Weißen.

Denn Jim erhob seinen Fuß, trat nach mir Wehrlosem, spuckte aus und grölte:

»Was sagt das braune Schwein? — Glaubt mir, Kolonel: auf meine Veranlassung hat er sich anwerben lassen — mein Verdienst ist es!«

Da sah ich, daß das Schicksal beschlossen hatte, mich von der Heimat zu trennen. Ich gab jede Hoffnung auf. Meine Glieder zitterten — ich verlor die Kraft, mich aufrechtzuhalten — ich gab mir die größte Mühe, Herr meiner selbst zu werden — umsonst, ich fiel zu Boden, schlug mit den zusammengeschnürten Händen um mich. Schaum trat vor meinen Mund.

Wie durch einen Nebel schaute ich, wie sich Jim Boughsleigh die Silberstücke auszahlen ließ, die als Belohnung für die Anwerbung eines Farbigen ausgesetzt sind — dann schüttelten mich Krämpfe, mein Kopf stieß wider eine harte Spitze, und — und —