Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.

Während aber diese Darlegung stattgefunden, hatte sich bei etwa sechzig Mönchen das Herz ohne Hangen vom Wahne abgelöst.[211]

149.

Fünfzehnter Theil

Siebente Rede

MÄCHTIGE ABZEICHEN

{471} Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: »Ihr Mönche!« — »Erlauchter!« antworteten da jene Mönche dem Erhabenen aufmerksam. Der Erhabene sprach also:

»Mächtige Abzeichen will ich euch Mönchen vom sechsfachen Gebiete angeben: das höret und achtet wohl auf meine Rede.«

»Gewiss, o Herr!« sagten da aufmerksam jene Mönche zum Erhabenen. Der Erhabene sprach also:

»Wer das Auge, ihr Mönche, nicht der Wahrheit gemäß erkennt und versteht, die Formen nicht der Wahrheit gemäß erkennt und versteht, das Sehbewusstsein nicht der Wahrheit gemäß erkennt und versteht, die Sehberührung nicht der Wahrheit gemäß erkennt und versteht, was da durch Sehberührung bedingt an Gefühl hervorgeht als Wohl, oder Wehe, oder weder Wehe noch Wohl, eben das nicht der Wahrheit gemäß erkennt und versteht, wird am Auge ergetzt, an den Formen ergetzt, am Sehbewusstsein ergetzt, an der Sehberührung ergetzt, was da durch Sehberührung bedingt an Gefühl hervorgeht als Wohl, oder Wehe, oder weder Wehe noch Wohl, eben daran ergetzt. Weil er ergetzt ist, sich anschließt, sich verlocken lässt, das Labsal beharrlich erspäht, schichten sich ihm die fünf Stücke des Anhangens weiterhin auf; und sein Durst, der Wiederdasein säende, gnügensgierverbundene, bald da bald dort sich ergetzende, der wächst ihm weiter. Dem wachsen körperliche Spaltungen weiter, wachsen geistige Spaltungen weiter, wachsen körperliche Quaalen weiter, wachsen geistige Quaalen weiter, wachsen körperliche Brünste weiter, wachsen geistige Brünste weiter; und körperlichen Schmerz und geistigen Schmerz erfährt er an sich.