»Wohl nicht, o Herr!«

»Recht so, ihr Mönche. Unmöglich ist es, ihr Mönche, es kann nicht sein, dass ein schlechter Mensch einen schlechten Menschen erkenne: ›Das ist ein schlechter Mensch.‹ Kann aber, ihr Mönche, ein schlechter Mensch einen guten Menschen erkennen: ›Das ist ein guter Mensch‹?«

»Wohl nicht, o Herr!«

»Recht so, ihr Mönche. Auch das ist, ihr Mönche, unmöglich, es kann nicht sein, dass ein schlechter Mensch einen guten Menschen erkenne: ›Das ist ein guter Mensch.‹ Ein schlechter Mensch, ihr Mönche, folgt einer schlechten Weise nach, hat zu schlechten Menschen Neigung, denkt mit schlechten Menschen, beräth sich mit schlechten Menschen, bespricht sich mit schlechten Menschen, verkehrt mit schlechten Menschen, liebt die Ansichten schlechter Menschen, giebt die Gabe schlechter Menschen.

»Wie aber folgt, ihr Mönche, ein schlechter Mensch einer schlechten Weise nach? Da hat, ihr Mönche, ein schlechter Mensch kein Zutrauen, er ist schaamlos und unbescheiden, er weiß wenig, es kümmert ihn wenig, trübe sieht er, und er versteht nichts. Also folgt, ihr Mönche, ein schlechter Mensch einer schlechten Weise nach.

»{105} Wie aber hat, ihr Mönche, ein schlechter Mensch zu schlechten Menschen Neigung? Da hat, ihr Mönche, ein schlechter Mensch jene Asketen und Priester, die da ohne Zutrauen, schaamlos und unbescheiden sind, die wenig wissen, die wenig kümmert, die trübe sehn und nichts verstehn, die hat er zu Freunden, hat sie zu Genossen. Also hat, ihr Mönche, ein schlechter Mensch zu schlechten Menschen Neigung.

»Wie aber denkt, ihr Mönche, ein schlechter Mensch mit schlechten Menschen? Da denkt, ihr Mönche, ein schlechter Mensch zu eigener Beschwer, und er denkt zu fremder Beschwer, und er denkt zu beider Beschwer. Also, ihr Mönche, denkt ein schlechter Mensch mit schlechten Menschen.

»Wie aber beräth sich, ihr Mönche, ein schlechter Mensch mit schlechten Menschen? Da beräth sich, ihr Mönche, ein schlechter Mensch zu eigener Beschwer, und er beräth sich zu fremder Beschwer, und er beräth sich zu beider Beschwer. Also, ihr Mönche, beräth sich ein schlechter Mensch mit schlechten Menschen.

»Wie aber bespricht sich, ihr Mönche, ein schlechter Mensch mit schlechten Menschen? Da spricht, ihr Mönche, ein schlechter Mensch Lügen, er verleumdet, führt barsche Rede, treibt geschwätzige Rede. Also, ihr Mönche, bespricht sich ein schlechter Mensch mit schlechten Menschen.

»Wie aber verkehrt, ihr Mönche, ein schlechter Mensch mit schlechten Menschen? Da bringt, ihr Mönche, ein schlechter Mensch Lebendiges um, er nimmt Nichtgegebenes, er begeht Ausschweifung. Also, ihr Mönche, verkehrt ein schlechter Mensch mit schlechten Menschen.