Es werden sich Verständige finden.‹
»Auf das Anliegen Brahmās nun, ihr Mönche, und aus Erbarmen zu den Wesen blickte ich mit dem erwachten Auge in die Welt. Und ich sah, ihr Mönche, mit dem erwachten Auge in die Welt blickend, Wesen edlerer Art und gemeinerer Art, scharfsinnige und stumpfsinnige, gut begabte und schlecht begabte, leicht begreifende und schwer begreifende und auch manche, die das Anpreisen einer anderen Welt für arg erachten. Gleichwie etwa, ihr Mönche, in einem Lotusweiher einzelne blaue oder rothe oder weiße Lotusrosen im Wasser entstehn, im Wasser sich entwickeln, unter dem Wasserspiegel bleiben, aus der Wassertiefe Nahrung aufsaugen; einzelne blaue oder rothe oder weiße Lotusrosen im Wasser entstehn, im Wasser sich entwickeln, bis zum Wasserspiegel dringen; einzelne blaue oder rothe oder weiße Lotusrosen im Wasser entstehn, im Wasser sich entwickeln, über das Wasser emporsteigen und dastehn unbenetzt von Wasser: ebenso nun auch, ihr Mönche, sah ich, mit dem erwachten Auge in die Welt blickend, Wesen edlerer Art und gemeinerer Art, scharfsinnige und stumpfsinnige, gut begabte und schlecht begabte, leicht begreifende und schwer begreifende und auch manche, die das Anpreisen einer anderen Welt für arg erachten.
»Und ich erwiderte nun, ihr Mönche, Brahmā Sahampati’n mit dem Spruche:
»Erschlossen sind zur Ewigkeit die Thore:
Wer Ohren hat zu hören komm’ und höre.
Den Anstoß ahnend wahrt’ ich unberedsam
Das köstlich Edle vor den Menschen, Brahmā.«
»Da nun, ihr Mönche, sagte Brahmā Sahampati: ›Gewährung hat mir der Erhabene verheißen, die Lehre darzulegen‹, begrüßte mich ehrerbietig, ging rechts herum und war alsbald verschwunden.
»Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: ›Wem könnt’ ich nun wohl zuerst die Lehre darlegen, wer wird diese Lehre gar bald begreifen?‹ Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: ›Jener Āḷāro Kālāmo ist weise, entfremdet, tiefsinnig, lebt seit langer Zeit der Entsagung; {170} wenn ich nun ihm zuerst die Lehre darlege, wird er diese Lehre gar bald begreifen.‹ Da nun kamen, ihr Mönche, Gottheiten zu mir und sagten: ›Vor sieben Tagen, o Herr, ist Āḷāro Kālāmo gestorben.‹ Die klare Gewissheit ging mir nun auf: ›Vor sieben Tagen ist Āḷāro Kālāmo gestorben.‹ Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: ›Ein großer Geist war Āḷāro Kālāmo: hätte er diese Lehre vernommen, er hätte sie gar bald begriffen.‹ Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: ›Wem könnt’ ich nun wohl zuerst die Lehre darlegen, wer wird diese Lehre gar bald begreifen?‹ Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: ›Jener Uddako Rāmaputto ist weise, entfremdet, tiefsinnig, lebt seit langer Zeit der Entsagung; wenn ich nun ihm zuerst die Lehre darlege, wird er diese Lehre gar bald begreifen.‹ Da nun kamen, ihr Mönche, Gottheiten zu mir und sagten: ›Am Abend, o Herr, ist Uddako Rāmaputto gestorben.‹ Die klare Gewissheit ging mir nun auf: ›Am Abend ist Uddako Rāmaputto gestorben.‹ Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: ›Ein großer Geist war Uddako Rāmaputto: hätte er diese Lehre vernommen, er hätte sie gar bald begriffen.‹ Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: ›Wem könnt’ ich nun wohl zuerst die Lehre darlegen, wer wird diese Lehre gar bald begreifen?‹ Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: ›Zugethan sind mir ja die Fünf verbündeten Mönche, die meiner warteten, als ich mich der Askese hingab; wie, wenn ich nun zuerst den Fünf verbündeten Mönchen die Lehre darlegen möchte?‹ Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: ›Wo weilen wohl jetzt die Fünf verbündeten Mönche?‹ Und ich sah, ihr Mönche, mit dem himmlischen Auge, dem geläuterten, über menschliche Gränzen hinausreichenden, den Aufenthalt der Fünf verbündeten Mönche bei Benāres, am Sehersteine, im Wildparke.[21] Und ich begab mich nun, ihr Mönche, da ich in Uruvelā nach Belieben geweilt hatte, auf die Wanderung nach Benāres.
»Da begegnete mir, ihr Mönche, Upako, ein Nackter Büßer, auf dem Wege vom Baum der Erwachung nach Gayā, und als er mich gesehen hatte sprach er also zu mir: