»Hört mich, erlauchte Licchavier! Der Asket Gotamo ist für morgen mit den Mönchen zum Mahle geladen: verseht mich, bitte, mit dem, was euch hierzu gebührend erscheint.«

Da nun brachten jene Licchavier am nächsten Morgen zu Saccako Nigaṇṭhaputto ein Mahl von fünfhundert Schüsseln, fertig angerichtet. Saccako Nigaṇṭhaputto aber ließ ausgewählte feste und flüssige Speise in seiner Behausung auftragen und sandte einen Boten an den Erhabenen mit der Meldung: ›Es ist Zeit, o Gotamo, das Mahl ist bereit.‹ Und der Erhabene rüstete sich beizeiten, nahm Mantel und Almosenschaale und begab sich zur Wohnung des Saccako Nigaṇṭhaputto. Dort angekommen nahm der Erhabene mit den Mönchen auf den dargebotenen Sitzen Platz. Und Saccako Nigaṇṭhaputto bediente und versorgte eigenhändig den Erwachten und seine Jünger mit ausgewählter fester und flüssiger Speise.

Nachdem nun der Erhabene gespeist und das Mahl beendet hatte, nahm Saccako Nigaṇṭhaputto einen von den niederen Stühlen zur Hand und setzte sich zur Seite hin. Zur Seite sitzend sprach nun Saccako Nigaṇṭhaputto zum Erhabenen also:

»Was da, o Gotamo, an dieser Gabe Gutes und Gutgemeintes ist, das möge den Gebern zum Wohle gereichen!«

»Was da, Aggivessano, dir zur Ehre geschehn, der Gier, dem Hass, der Irre unterthan, das gilt den Gebern; was da, {237} Aggivessano, mir zur Ehre geschehn, der Gier, dem Hass, der Irre nicht unterthan, das gilt dir.«

36.

Vierter Theil

Sechste Rede

SACCAKO
– II –

Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Vesālī, im Großen Walde, in der Halle der Einsiedelei. Eines Morgens nun, als der Erhabene wohlgerüstet, mit Mantel und Schaale versehn, eben im Begriffe war nach der Stadt um Almosenspeise zu gehn, kam Saccako, der junge Nigaṇṭher, auf einem Spaziergange lustwandelnd, in den Großen Wald, zur Halle der Einsiedelei heran. Der ehrwürdige Ānando aber sah den Nigaṇṭhaputto Saccako von ferne herankommen und nachdem er ihn gesehn sprach er zum Erhabenen also: