»Und was für Empfindungen, Ehrwürdige, kommen den Mönch an, wenn er die Auflösung der Wahrnehmbarkeit aufgehoben hat?«
»Drei Empfindungen, Bruder Visākho, kommen den Mönch an, der die Auflösung der Wahrnehmbarkeit aufgehoben hat: die Empfindung der Leerheit, die Empfindung der Vorstellungslosigkeit, die Empfindung der Reglosigkeit.«
»Und wohin neigt sich, wohin beugt sich, wohin senkt sich, Ehrwürdige, das Gemüth eines Mönchs, der die Auflösung der Wahrnehmbarkeit aufgehoben hat?«
»Das Gemüth eines Mönchs, der die Auflösung der Wahrnehmbarkeit aufgehoben hat, Bruder Visākho, neigt sich zur Einsamkeit, beugt sich zur Einsamkeit, senkt sich zur Einsamkeit.«
»Was für Gefühle giebt es, Ehrwürdige?«
»Es giebt drei Arten von Gefühlen, Bruder Visākho: das freudige Gefühl, das leidige Gefühl und das weder freudig noch leidige Gefühl.«
»Und wie erklärt man, Ehrwürdige, das freudige Gefühl, wie das leidige Gefühl und wie das weder freudig noch leidige Gefühl?«
»Körperliche oder geistige Freude, Bruder Visākho, die sich angenehm fühlbar macht, ist das freudige Gefühl; körperliches oder geistiges Leid, Bruder Visākho, das sich unangenehm fühlbar macht, ist das leidige Gefühl; und körperliche oder geistige Empfindung, Bruder Visākho, die sich weder angenehm noch unangenehm fühlbar macht, {303} ist das weder freudig noch leidige Gefühl.«
»Und was ist beim freudigen Gefühl, Ehrwürdige, Freude und was ist Leid, was ist beim leidigen Gefühl Leid und was ist Freude, und was ist beim weder freudig noch leidigen Gefühl Freude und was ist Leid?«
»Beim freudigen Gefühl, Bruder Visākho, ist die Dauer Freude und der Wechsel Leid, beim leidigen Gefühl ist die Dauer Leid und der Wechsel Freude, und beim weder freudig noch leidigen Gefühl ist das Verstehn Freude und das Nichtverstehn Leid.«