»Wie du eben, Vaccho, es wünschen magst: ›O könnte ich doch den Wahn versiegen und die wahnlose Gemütherlösung, Weisheiterlösung noch bei Lebzeiten mir offenbar machen, verwirklichen und erringen‹: was da je zu verwirklichen ist wirst du gewinnen, je nach der Wirkensart.«

Und der ehrwürdige Vacchagotto war durch des Erhabenen Rede erfreut und befriedigt; und er stand von seinem Sitze auf, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig, ging rechts herum und entfernte sich.

Und der ehrwürdige Vacchagotto, einsam, abgesondert, unermüdlich, in heißem, innigem Ernste verweilend, hatte gar bald was edle Söhne gänzlich vom Hause fort in die Hauslosigkeit lockt, jenes höchste Ziel des Asketenthums noch bei Lebzeiten sich offenbar gemacht, verwirklicht und errungen. ›Versiegt ist die Geburt, vollendet das Asketenthum, gewirkt das Werk, nicht mehr ist diese Welt‹ verstand er da. Auch einer war nun der ehrwürdige Vacchagotto der Heiligen geworden.

Um diese Zeit nun waren viele Mönche unterwegs, den Erhabenen zu besuchen. Es sah aber der ehrwürdige Vacchagotto jene Mönche wie sie von ferne heranzogen, und als er sie gesehn ging er ihnen entgegen und {497} sprach also zu ihnen:

»Wohlan, wo geht ihr, Ehrwürdige, denn hin?«

»Den Erhabenen, o Bruder, wollen wir besuchen.«

»So geht, ihr Brüder, und bringt dem Erhabenen zu Füßen meinen Gruß dar: ›Vacchagotto, o Herr, der Mönch, bringt dem Erhabenen zu Füßen Gruß dar, und er lässt sagen:

Bedient von mir ist unser Herr,

Bedient von mir der hohe Held.‹«

»Gern, o Bruder!« sagten da jene Mönche, dem ehrwürdigen Vacchagotto zustimmend.