Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Rājagaham, am Geierkulm, zu Eberswühl.

Da nun begab sich Dīghanakho, ein Pilger, dorthin wo der Erhabene weilte, wechselte höflichen Gruß und freundliche, denkwürdige Worte mit dem Erhabenen und stellte sich seitwärts hin. Seitwärts stehend sprach nun Dīghanakho der Pilger also zum Erhabenen:

»Ich aber, o Gotamo, sage und lehre: ›Nichts gefällt mir.‹«

»Und auch die Lehre da, Aggivessano[73], die du behauptest, ›Nichts gefällt mir‹, gefällt dir auch diese nicht?«

»Und wenn mir, o Gotamo, diese Lehre gefiele, so wär’s doch nur dasselbe, so wär’s doch nur dasselbe!«

{498} »Nun giebt es freilich, Aggivessano, viel mehr der Menschen in der Welt, die mit dir sagen ›So wär’s doch nur dasselbe, so wär’s doch nur dasselbe‹, und die zwar diese Lehre nicht lassen und doch eine andere annehmen. Nun giebt es freilich, Aggivessano, viel weniger Menschen in der Welt, die mit dir sagen ›So wär’s doch nur dasselbe, so wär’s doch nur dasselbe‹, und die eben diese Lehre lassen und eine andere nicht annehmen.

»Manche Asketen und Priester, Aggivessano, sagen und lehren: ›Alles gefällt mir.‹ Manche Asketen und Priester, Aggivessano, sagen und lehren: ›Nichts gefällt mir.‹ Manche Asketen und Priester, Aggivessano, sagen und lehren: ›Manches gefällt mir, manches missfällt mir.‹ Den Asketen und Priestern nun, Aggivessano, die da sagen und lehren ›Alles gefällt mir‹, denen gereicht diese Lehre zum Reize, zur Lockung, zur Freude, zum Behagen, zum Anhalt. Den Asketen und Priestern nun, Aggivessano, die da sagen und lehren ›Nichts gefällt mir‹, denen gereicht diese Lehre nicht zum Reize, nicht zur Lockung, nicht zur Freude, nicht zum Behagen, nicht zum Anhalt.«

Auf diese Worte hin wandte sich Dīghanakho der Pilger also an den Erhabenen:

»Meinen Lehrsatz lobt Herr Gotamo, meinen Lehrsatz belobt Herr Gotamo!«

»Den Asketen und Priestern nun, Aggivessano, die da sagen und lehren ›Manches gefällt mir, manches missfällt mir‹, was denen ihrer Lehre gemäß gefällt gereicht ihnen zum Reize, zur Lockung, zur Freude, zum Behagen, zum Anhalt: und was denen ihrer Lehre gemäß missfällt gereicht ihnen nicht zum Reize, nicht zur Lockung, nicht zur Freude, nicht zum Behagen, nicht zum Anhalt.