Zu Benāres, Ānando, weilte nun Kassapo der Erhabene, der Heilige, vollkommen Erwachte, am Sehersteine, im Wildparke. Da kam es, Ānando, Kikī, dem König von Benāres[138], zu Ohren: ›Kassapo, sagt man, der Erhabene, der Heilige, vollkommen Erwachte, ist in Benāres angekommen, weilt zu Benāres, am Sehersteine, im Wildparke!‹
{377} Und Kikī, Ānando, der König von Benāres, ließ viele prächtige Wagen bespannen, bestieg selbst einen solchen und fuhr also mit überaus reichem königlichen Gepränge aus der Stadt hinaus, Kassapo den Erhabenen zu besuchen, den Heiligen, vollkommen Erwachten. So weit gefahren als man fahren konnte, stieg er vom Wagen ab und ging dann zu Fuße dorthin wo Kassapo weilte, der Erhabene, der Heilige, vollkommen Erwachte, bot ehrerbietigen Gruß dar und setzte sich seitwärts nieder. Und Kikī, Ānando, der König von Benāres, der da zur Seite saß, wurde von Kassapo dem Erhabenen, dem Heiligen, vollkommen Erwachten, in lehrreichem Gespräche ermuntert, ermuthigt, erregt und erheitert; und er sprach also zu ihm:
›Gewähre mir, o Herr, der Erhabene die Bitte, morgen mit den Mönchen bei mir zu speisen!‹
Schweigend, Ānando, gewährte Kassapo die Bitte, der Erhabene, der Heilige, vollkommen Erwachte.
Als nun Kikī, Ānando, der König von Benāres, der Zustimmung Kassapos, des Erhabenen, sicher war, stand er von seinem Sitze auf, bot ehrerbietigen Gruß dar, ging rechts herum und entfernte sich.
Da ließ nun, Ānando, Kikī der König von Benāres am nächsten Morgen in seiner Behausung ausgewählte feste und flüssige Speise auftragen, ein Gericht aus frischem, zartem[139], gesichtetem Reis, {378} saftig und würzig bereitet, und sandte einen Boten an den Erhabenen mit der Meldung: ›Es ist Zeit, o Herr, das Mahl ist bereit.‹
Und Kassapo, Ānando, der Erhabene, der Heilige, vollkommen Erwachte, rüstete sich beizeiten, nahm Mantel und Almosenschaale und begab sich zum Wohnhause Kikīs, des Königs von Benāres. Dort angekommen nahm der Erhabene mit den Mönchen auf den angebotenen Sitzen Platz. Und Kikī, Ānando, der König von Benāres, bediente und versorgte eigenhändig Kassapo den Erwachten und seine Jünger mit ausgewählter fester und flüssiger Speise.
Nachdem nun, Ānando, Kassapo der Erhabene gespeist und das Mahl beendet hatte, nahm Kikī der König von Benāres einen von den niederen Stühlen zur Hand und setzte sich zur Seite hin. Zur Seite sitzend, Ānando, sprach nun Kikī der König von Benāres also zu Kassapo dem Erhabenen:
›Möge mir, o Herr, der Erhabene zusagen und über die Regenzeit in Benāres verweilen: so werden die Mönche ihren Unterhalt finden.‹
›Genug, großer König: schon zugesagt hab’ ich die Regenzeit.‹