›Gesegnet, o Herr, ist Ghaṭīkāro der Hafner, hochgesegnet ist er, o Herr, Ghaṭīkāro der Hafner, der vom Erhabenen so werth gehalten wird!‹
Da ließ nun, Ānando, Kikī der König von Benāres Ghaṭīkāro dem Hafner fünfhundert Wagen Reis zustellen, von frischem, zartem Korne, nebst zugehöriger Würze. Und die königlichen Beamten, Ānando, kamen zu Ghaṭīkāro dem Hafner und sprachen zu ihm: ›Diese fünfhundert Wagen, o Herr, Reis von frischem, zartem Korne, nebst zugehöriger Würze, hat dir Kikī der König von Benāres gesandt: die möge der Herr entgegennehmen!‹ — ›Der König hat viel zu thun, viel zu schaffen: genug schon, dass es vom Könige kommt.‹«[144]
Also sprach der Erhabene. Zufrieden freute sich der ehrwürdige Ānando über das Wort des Erhabenen.
82.
Neunter Theil
Zweite Rede
RAṬṬHAPĀLO
Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit wanderte der Erhabene im Kurū-Lande von Ort zu Ort und kam, von vielen Mönchen begleitet, in die Nähe einer Burg der Kurūner Namens Thūlakoṭṭhitam. Und es hörten die brāhmanischen Hausleute in Thūlakoṭṭhitam reden: {384} ›Der Asket, wahrlich, Herr Gotamo, der Sakyersohn, der dem Erbe der Sakyer entsagt hat, wandert in unserem Lande von Ort zu Ort und ist mit vielen Mönchen in Thūlakoṭṭhitam angekommen. Diesen Herrn Gotamo aber begrüßt man allenthalben mit dem frohen Ruhmesrufe, so zwar: ‚Das ist der Erhabene, der Heilige, vollkommen Erwachte, der Wissens- und Wandelsbewährte, der Willkommene, der Welt Kenner, der unvergleichliche Leiter der Männerheerde, der Meister der Götter und Menschen, der Erwachte, der Erhabene. Er zeigt diese Welt mit ihren Göttern, ihren bösen und heiligen Geistern, mit ihrer Schaar von Priestern und Büßern, Göttern und Menschen, nachdem er sie selbst verstanden und durchdrungen hat. Er verkündet die Lehre, deren Anfang begütigt, deren Mitte begütigt, deren Ende begütigt, die sinn- und wortgetreue, er legt das vollkommen geläuterte, geklärte Asketenthum dar. Glücklich wer da nun solche Heilige sehn kann!‘‹
Und die brāhmanischen Hausleute von Thūlakoṭṭhitam begaben sich dorthin wo der Erhabene weilte. Dort angelangt verneigten sich einige vor dem Erhabenen ehrerbietig und setzten sich zur Seite nieder, andere wechselten höflichen Gruß und freundliche, denkwürdige Worte mit dem Erhabenen und setzten sich zur Seite nieder, einige wieder falteten die Hände gegen den Erhabenen und setzten sich zur Seite nieder, andere wieder gaben beim Erhabenen Namen und Stand zu erkennen und setzten sich zur Seite nieder, und andere setzten sich still zur Seite nieder.[145] Und die brāhmanischen Hausleute von Thūlakoṭṭhitam, die da zur Seite saßen, wurden vom Erhabenen in lehrreichem Gespräche ermuntert und ermuthigt, erregt und erheitert.
{385} Damals nun hatte Raṭṭhapālo, ein junger Edelmann, der Erbe eines der ersten Adelsgeschlechter, eben dort zu Thūlakoṭṭhitam in der dreifachen Versammlung[146] Platz genommen. Und Raṭṭhapālo der junge Edelmann gedachte bei sich: ›So ich da wirklich die vom Erhabenen dargelegte Lehre verstehe, geht es nicht wohl, wenn man im Hause bleibt, das völlig geläuterte, völlig geklärte Asketenthum Punkt für Punkt zu erfüllen. Wie, wenn ich nun, mit geschorenem Haar und Barte, mit fahlem Gewande bekleidet, aus dem Hause in die Hauslosigkeit hinauszöge?‹