"Zum zweiten Male, Angulimala," sagte er, "hast du falsch geschworen."

"Zum zweiten Male?"

"Das erste Mal geschah es bei jenem falschen Wahrheitsakt."

Das schien mir nun nicht der Wunder geringstes, daß er um jene geheime Sache wußte; aber ohne mich dabei aufzuhalten, beeilte ich mich, meine schlaue Handlung zu verteidigen.

"Meine Worte, Ehrwürdiger, waren da freilich gleichsam auf Schrauben gestellt, aber mit den Worten beschwor ich nichts Falsches, nur der Sinn war täusehend. Das aber, was ich dir schwöre, ist sowohl den Worten wie dem Sinne nach wahr."

"Nicht doch," antwortete er, "denn du kannst mir keinen Frieden schenken. Wohl dir, wenn du dir von mir den Frieden schenken ließest."

Dabei hatte er sich umgewandt und winkte mir freundlich, heranzutreten.

"Gern, Ehrwürdiger," sagte ich demütig.

"So höre denn und gib wohl acht!"

Er setzte sich im Schatten eines großen Baumes nieder und hieß mich zu seinen Füßen Platz nehmen.