"Das tue ich nicht, Ehrwürdiger."
"Wenn nun aber der Erhabene mit dir spricht,--das Bewußtsein, das dann zum Vorschein kommt, mit seinen Empfindungen, Wahrnehmungen und Vorstellungen--ist denn das der Vollendete? Siehst du es also an?"
"Das tue ich nicht, Ehrwürdiger." "So sind wohl, Freund, der Körper und das Bewußtsein zusammengenommen der Vollendete?"
"Auch so sehe ich es nicht an, Ehrwürdiger."
"Ist denn der Vollendete geschieden von dem Körper? oder vom Bewußtsein? oder von beiden? Siehst du es so an, Freund?"
"Er ist insofern von ihnen geschieden, als sein Wesen durch diese Bestimmungen noch nicht erschöpft ist."
"Welche Bestimmungen hast du denn nun, Freund, außer denen der Körperlichkeit mit allen ihren sinnlich wahrnehmbaren Eigenschaften und dem Bewußtsein mit seinem ganzen Inhalt von Empfindungen, Wahrnehmungen und Vorstellungen--welche Bestimmungen hast du noch außerdem, mittelst welcher du das noch nicht Erschöpfte im Wesen des Vollendeten erschöpfen kannst?"
"Solcher anderer Bestimmungen, Ehrwürdiger, habe ich freilich keine."
"So ist also, Freund Kamanita, schon hier in der Sinnenwelt der Vollendete nicht in Wahrheit und Wesenhaftigkeit für dich zu erfassen. Hast du da also ein Recht, zu sagen, daß der Vollendete--oder der Mönch, der alle Unreinheit von sich abgetan hat--wenn sein Leben zerbricht, der Vernichtung anheimfällt, daß er nicht ist jenseits des Todes; lediglich, weil du kein Mittel besitzest, um ihn dort in Wahrheit und Wesenhaftigkeit zu erfassen?"
Solchermaßen befragt, saß der Pilger Kamanita eine Weile, gebeugten Rumpfes, gesenkten Kopfes, schweigend da.