| [Vorwort] | [9], [10] |
| [Vom Dreibund zum Dreiverband] | [11]–[62] |
| [Die Verschiebung der Mächtegruppierung seit Bismarcks Abgang] | [13]–[33] |
| Bismarcks „cauchemar des coalitions“ und sein System der Sicherungen[13]–[16]. Das Abbröckeln des Bismarckschen Systems [16]–[19]. Dieenglisch-französische Entente [19]–[24]. Belgiens Verhältnis zur Entente[24], [25]. Die britisch-russische Verständigung [25]–[27]. Italiens Versöhnungmit Frankreich [27]–[29]. Japan [29]–[31]. Die Vereinigten Staaten [31], [32]. DieMächtegruppierung beim Ausgang der Bülowschen Kanzlerschaft [32], [33]. | |
| [Die treibenden Kräfte] | [33]–[62] |
| Unsere Politik der mangelnden Gegengewichte [33]–[35]. Ungeschicklichkeitenund Schroffheiten [35]–[37]. Deutschland und Österreich-Ungarn politischsaturiert [37], [38]. Frankreichs Revanchedurst und koloniale Ausdehnung[38]–[40]. Rußlands Drang nach Konstantinopel und dem Balkan [40]–[42]. ItaliensIrredenta- und Tripoliswünsche [42], [43]. Die britische Handelseifersucht[43]–[49]. Die Bagdadbahn [49], [50]. Die Flottenfrage [50]–[55]. Das Wettrüsten[55]–[60]. Der Dreibund Versicherungsgesellschaft, die Triple-EntenteErwerbsgesellschaft [60]–[62]. | |
| [Die Etappen zum Weltkrieg] | [63]–[112] |
| Vorbemerkung | [65] |
| [Die bosnische Krisis] | [66]–[72] |
| Die türkische Revolution [66]. Österreich-Ungarn erklärt seine Souveränitätüber Bosnien und die Herzegowina [67], [68]. Deutschlands Stellung zumösterreichisch-türkischen Konflikt [68], [69]. Die Stellung der Großmächte[69]–[71]. Friedliche Beilegung [71], [72]. | |
| [Verständigungsversuche mit Frankreich und Rußland] | [72]–[77] |
| Das deutsch-französische Marokko-Abkommen vom 9. Februar 1909 [72]–[74]. DasPotsdamer Abkommen zwischen Deutschland und Rußland [74]–[77]. | |
| [Die Marokkokrisis von 1911] | [77]–[87] |
| Keine deutsch-französische Entspannung durch das Abkommen von 1909[77], [78]. Besetzung von Fez durch die Franzosen [78], [79]. DeutscheVerständigungsvorschläge [79]–[81]. Agadir [81]–[83]. Verhandlungen zwischenKiderlen und Cambon [83]. Einmischung Englands [83]–[85]. Deutsch-französischerVertrag vom 4. November 1911 [85]–[87]. | |
| [Lord Haldanes Mission] | [87]–[91] |
| Reaktion auf die deutschfeindliche Politik der britischen Regierung [87],[88]. Flottenfrage [88]. Neutralitätsabkommen [88]–[90]. Ergebnislosigkeit derBesprechungen [91]. | |
| [Der Tripoliskrieg] | [91]–[94] |
| Italiens Kriegserklärung [91], [92]. Wirkung auf das deutsch-türkischeVerhältnis [92]. Wirkung auf Frankreich, England und Rußland [92]–[94]. | |
| [Die beiden Balkankriege] | [95]–[112] |
| Der Balkanbund [95]. Die Haltung der Großmächte [96]–[101]. Englandszwiespältige Politik [101], [102]. Deutschlands Haltung zu demrussisch-österreichischen Konflikt [102]–[109]. Frankreichs Unterordnung unterdie russische Politik [109], [110]. Der zweite Balkankrieg und der BukaresterFriede [110], [111]. Die großserbische und die albanische Gefahr [111], [112]. | |
| [Die letzten Verständigungsversuche] | [113]–[166] |
| Vorbemerkung | [115], [116] |
| [Die Verständigung mit England über die afrikanischen Kolonialfragen] | [116]–[120] |
| Das deutsch-englische Abkommen von 1898 über die Liquidation desportugiesischen Kolonialbesitzes [116]–[118]. Die Kolonialverhandlungen von1913/14 [118]–[120]. | |
| [Die vorderasiatischen Fragen, insbesondere die Bagdadbahn] | [120]–[138] |
| Bagdadbahn und deutsch-englische Beziehungen [120], [121]. Die Anfänge derBagdadbahn [121]–[126]. Das Bagdadbahnprojekt auf internationaler Grundlage[126]–[130]. Die Ablehnung einer Beteiligung durch die englische undfranzösische Regierung [130], [131]. Die Bagdadbahn als deutsches Unternehmen[131]–[134]. Die jungtürkische Revolution und neuer Kampf um die Bagdadbahn[134]–[138]. | |
| [Die Verständigung mit Frankreich über die türkischen Eisenbahnfragen] | [138]–[142] |
| „Séparation nette“ im Bagdadbahnunternehmen [138]–[141]. Vereinbarungen überdie beiderseitigen Eisenbahninteressen in der Türkei [141], [142]. | |
| [Die Verständigung mit England über die vorderasiatischen Fragen] | [142]–[154] |
| Ziele der britischen Regierung [142]–[145]. Der deutsche und der türkischeStandpunkt [145]–[148]. Flußschiffahrt, Bewässerungsanlagen und Petroleum inMesopotamien [148]–[150]. Die Verständigung [150]–[154]. | |
| [Die deutsch-englische Verständigung und die englisch-russische Marinekonvention] | [155]–[166] |
| Ehrlicher Verständigungswille? [155], [156]. Iswolskis Bündnisvorschlag[156], [157]. Das britisch-russische Marineabkommen [157], [158]. Der Geist derbritischen Politik [158]–[160]. Kriegsstimmung in Frankreich und Rußland[160]–[163]. Die Aussichtslosigkeit der deutsch-britischen Verständigung[163]–[166]. | |
| [Der Ausbruch des Weltkrieges] | [167]–[230] |
| Die Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand [169]–[171]. Die Haltung derdeutschen Regierung in dem österreichisch-serbischen Konflikt [172]–[175].Das österreichisch-ungarische Ultimatum an Serbien [175]. Die deutscheRegierung und das Ultimatum [175]–[181]. Der Deutsche Kaiser und dasUltimatum [182]. Deutschlands Friedenswille; die mangelhafte militärische,diplomatische und wirtschaftliche Kriegsvorbereitung [183]–[186]. RußlandsEinmischung [187], [188]. Meine Unterredung mit Herrn Davydoff vom [26]. und[27]. Juli 1914 [188]–[198]. Die russische Kriegspartei [198], [199]. Die HaltungFrankreichs [199], [200]. Die Haltung Englands [200]–[203]. Der Druck derdeutschen Regierung auf das Wiener Kabinett und sein Erfolg [204]–[207]. Dierussische Generalmobilmachung [208], [209]. Des Zaren Befehl auf Einstellungder Mobilmachung nicht befolgt [209]. Englands Rückendeckung für Frankreichund Rußland [210]. Deutschlands Schritte in Petersburg und Paris [211]–[213].England wirft die Frage der belgischen Neutralität auf und weigert sichselbst, unter irgendwelchen Bedingungen seine Neutralität zuzusagen[213]–[215]. Die deutsche Mobilmachung [216]. Die Überlegenheit der britischenDiplomatie [216]–[219]. Sir Edward Grey sucht einen zugkräftigen Kriegsgrund[220]–[222]. Die Verletzung der belgischen Neutralität als Kriegsvorwand[222]–[225]. Der Kaiser über seine Friedensbemühungen und über die künftigeMächtegruppierung [226]–[229]. Der Triumph der britischen Politik [229]–[230]. |
[Vorwort]
Ich vermesse mich nicht, die Geschichte des Weltkrieges zu schreiben. Das mag ruhigeren Zeiten vorbehalten bleiben, in denen die Menschheit einigermaßen Distanz zu den Ereignissen des Weltkrieges gewonnen hat. Wohl aber glaube ich, heute schon einiges — und nicht ganz Unwichtiges — zur Geschichte des Weltkrieges sagen zu können und sagen zu müssen.
Mein persönliches Schicksal hat mich so geführt, daß ich seit einer Reihe von Jahren an den Entwicklungen, die dem Kriege vorausgingen, die den Knoten schürzten und ihn zeitweise wieder zu entwirren schienen, daß ich schließlich an den Ereignissen des Krieges selbst mittelbar oder unmittelbar, Einblick nehmend oder handelnd, beteiligt war.
Die Welt dürstet nach Aufklärung; sie will wissen, wie es hat so kommen können und ob es hat so kommen müssen. Ihr Urteil über Personen, Einrichtungen, Vorgänge hängt von dieser Aufklärung ab; und ihr Urteil wird, da alles noch im Flusse des Werdens ist, das Schicksal der Völker und Völkergemeinschaften gestalten helfen. Ich glaube mich, soweit ich es vermag, in den Dienst dieses Bedürfnisses nach Aufklärung stellen zu sollen.
Meine Absicht geht dabei auf mehr als auf eine Bereicherung der Memoirenliteratur. Sie geht darauf, die Fülle der Ereignisse in ihrem großen Zusammenhang zu erfassen und sie so zur Darstellung zu bringen, wie ich sie sehend und handelnd erlebt habe. Der Nachdruck wird dabei auf der Schilderung der Tatsachen liegen, vor allem auf der Darstellung derjenigen Vorgänge, an denen ich unmittelbar beteiligt war. Im Urteil, namentlich im Urteil über Personen, Parteien, Berufsstände und Volksschichten, werde ich mir nach Möglichkeit die Zurückhaltung auferlegen, die mir Pflicht eines mitbeteiligten Darstellers noch nicht abgeschlossener Vorgänge zu sein scheint.