Der Weltkrieg
von
Karl Helfferich
Der zweite Teil des Werkes,
der den Anteil des Verfassers
an den politischen Vorgängen
der Kriegszeit selbst
zum Gegenstand hat,
erscheint in
Kürze
Ullstein & Co
Berlin
Fußnoten:
[1] Der belgische Gesandte in London, van Grootven, berichtete damals an seine Regierung, Sir Edw. Grey habe bei verschiedenen Gelegenheiten den in London beglaubigten Botschaftern wiederholt, England sei in der Marokkofrage an Frankreich gebunden und werde seine Verpflichtungen bis zum Letzten erfüllen, selbst im Falle eines deutsch-französischen Krieges und auf jede Gefahr hin.
[2] Daß diese einseitigen Beratungen mit einer bestimmten Mächtegruppe ein schwerer Verstoß gegen die belgische Neutralität waren, kann nicht wohl bestritten werden. Der Einwand, daß die in diesen Beratungen getroffenen Abmachungen nur im Falle einer Verletzung der belgischen Neutralität durch Deutschland in Kraft treten sollten, schlägt nicht durch. Die Beratungen selbst mußten der einen Partei einen tiefen und wertvollen Einblick in die belgischen Kriegsmittel geben, der der andern Partei nicht zuteil ward. Überdies hat später, am 23. April 1912, der damalige britische Militärattaché dem belgischen Generalstabschef rundheraus erklärt, daß die englische Regierung während der letzten Krisis (Marokkokrisis von 1911) eine Landung in Belgien auf jeden Fall vorgenommen haben würde, auch wenn Belgien keine Hilfe verlangt hätte.
[3] Bericht vom 22. Juni 1907.
[4] Worte des Fürsten Bülow in seiner Reichstagsrede vom 30. April 1907.