Die Kabbalisten schoben auf eine den Profanen unbekannte Weise in mysteriösem Sinn den historischen Thatsachen und positiven Geboten eine geheime Bedeutung unter. – Origenes, Homil 7 in Levit.

[VI. Kapitel.]

Die Anschauungen der Kabbalisten über die göttliche Natur.

Das Buch des Geheimnisses. – Dreizehntausend Myriaden Welten. – Der Name des Unendlichen En Soph. – Die göttlichen Attribute. – Idra Suta. – Der höchste Gedanke oder das Wort. – Besondere Rolle der einzelnen Sephiroth und ihre Gruppierung nach Trinitäten und Personen. – Hegel. – Die Personen dieser Trinität als drei aufeinanderfolgende und absolut notwendige Phasen des Denkens und Seins. – Mit der Hegelschen Philosophie vergleichbar, eine Verbindung von Ideen Platos und Spinozas. – Die drei ersten Sephiroth. – Die Sephiroth bilden in ihrer Gesamtheit den himmlischen oder idealen Menschen. – Absolute Identität der Existenz und des Gedankens. – Schechinah. – Die immanente Kraft der Dinge. – Das Buch der Geheimnisse. – Die Könige von Edom, die Welten, welche bestanden, noch ehe sich die Formen gebildet hatten, um als Mittelglied zwischen der Schöpfung und der göttlichen Wesenheit in ihrer größten Reinheit zu dienen. – Von dem Geschlechtsunterschied des idealen Menschen. – Die Metempsychose. – Die Dämonen. – Hüllen.

[VII. Kapitel.]

Die Weltanschauung der Kabbalisten.

Kommentatoren des Sepher Jezirah. – Das Dogma von der Schöpfung. – Ex nihilo nihil. – Der Erzengel des Bösen. – Samael. – Die Kabbalisten über die Physiognomik. – Die vier Gestalten des mystischen Wagens des Hesekiel. – Von der himmlischen und der höllischen Hierarchie. – Der Engel der Reinheit (Tahariel), der Barmherzigkeit (Rachmiel), der Gerechtigkeit (Zadkiel), der Befreiung (Padael), und der berühmte Raziel, welcher mit eifersüchtigen Augen die Geheimnisse der kabbalistischen Weisheit bewacht. – Der Engel des Feuers Nuriel, der des Lichts Uriel. – Die Absicht dieser Allegorien. – Die große Hure oder die Meisterin der Ausschweifungen Lilith. – Die Dämonologie der Kabbalisten eine notwendige Ergänzung ihrer Metaphysik.

[VIII. Kapitel.]

Die Lehrmeinung der Kabbalisten von der menschlichen Seele.

Drei Principien oder vielmehr drei Grade der menschlichen Existenz. – Das individuelle Princip. – Von den Androgynen Platos. – Dogma der Präexistenz. – Die Lehre von der moralischen Prädestination. – Diejenigen welche auf der Welt Böses thun, haben schon im Himmel angefangen, sich vom Heiligen zu entfernen. – Probe der Seelenwanderung (Gilgul). – Die Rückkehr der Seele in den Schoß der Gottheit. – Palast der Liebe. – Küsse der Liebe. – Das Dogma vom Sündenfall.