[308] „Die Schedim wohnen in der Luft, in den oberen, inneren Kreisen der Elemente. Sie wissen das Zukünftige durch die Vorsteher der Gestirne, wissen aber nur um die nahe Zukunft. Weil sie einen feinen geistigen Leib haben, so ist ihre Nahrung ebenso fein. Ihre Speisen und Getränke bestehen in dem Geruch des Feuers und der Feuchtigkeit des Wassers. Dies ist das Wesen des Rauchwerkes, welches man ihnen räuchert, denn dieses ist ihre Speise. Sie genießen davon, verbinden sich dann mit den Menschen und machen ihnen die Zukunft bekannt. Die Stufe dieser Ruchim ist: Manche bestehen aus Feuer allein, andere aus Feuer und Luft, andere aus Feuer, Luft und Wasser, und andere, welche außer den drei Elementen noch aus feiner Erde zusammengesetzt sind. Nach der Feinheit ihres Leibes richtet sich der Grad ihres Geistigen.“ (Nischmath Chajim, Fol. 118.) – „Die Engel oder Seelen der Verstorbenen, wenn sie sich herunterlassen wollen in die Welt, dann nehmen sie an etwas aus den vier Elementen, etwas nach Art des Körpers, so daß sie den Anwesenden erscheinen als Mensch oder als ein anderes Geschöpf und in solchen Gestalten zeigen sie sich den Propheten sowie anderen Menschen und selbst den Bösen, wie die Männer von Sodom die Engel gesehen. Dies ist das Geheimnis des Gewandes. – Daher haben die Zauberer und die Totenbefrager nötig Rauchwerk und Dünste, damit sie die Luft bereiten, daß sich in ihr ausfunkeln die Dinge, die sich in der Luft herablassen. Deshalb erscheinen die Toten oft in ihrer Gestalt dem Menschen selbst im Wachen.“ (Raibad zum Sepher Jezirah, Fol. 7.) – „So ist die Ordnung der bösen Seite. Man ordnet für sie einen Tisch mit Speisen und Getränken und Zauberwerken, und macht Rauch vor dem Tisch. Dann versammeln sich alle unreinen Ruchim und machen bekannt, was die Zauberer wünschen.“ (Sohar Balak, Fol. 192.) – Ein Hauptmaterialisationsmittel war das Blut, weshalb auch der zauberische Gebrauch des „Essens beim Blut“ geübt wurde.
[309] „Die obersten hängen in der Luft, die untersten sind diejenigen, welche die Menschen verspotten und ihnen Bedrängnisse im Traum machen. Sie sind so frech wie der Hund. (Dieser Ausdruck findet sich bei Paracelsus, de occulta philosophia wörtlich wieder.) Es giebt eine höhere Stufe über ihnen, welche den Menschen Dinge bekannt machen, die teils wahr, teils unwahr sind; und alles, was wahr ist, geht doch nur auf die nächste Zeit.“ (Sohar Waiikra, Fol. 25.)
[310] Also Hauskobolde, Heimchen, Wichtel usw.
[311] Es sind die S'hirim der Bibel, welche Luther mit Feldteufel übersetzt. Vgl. 3. Mos. 17, 7 und Jes. 15, 21.
[312] Vgl. Sohar Chaja Sarah. Fol. 125.
[313] Bchai. Fol. 95.
[314] Von den unsichtbaren Werken. Lib. III. und Scenen aus dem Geisterreiche. II. 1.
[315] Sohar Bereschith. Fol. 35.
[316] Sepher ha Chajim. Fol. 230.
[317] Sanhedrin. Fol. 68.