Fritz: Wenn Wind weht, so wird er den Wasserdampf mit der Luft auch über die benachbarten Länder tragen.

Dr. E.: Ganz gewiß. Und nun haben wir nur noch eine Kühlvorrichtung nötig, um den unsichtbaren Wasserdampf in sichtbaren Wasserdunst zu verwandeln.

Kurt: Ach, nun verstehe ich! Die Abkühlung geschieht hoch oben in der Luft, wo es viel kälter ist als unten auf der Erde.

Dr. E.: Schön, Kurt. Jetzt wirst du auch wissen, daß man diesen sichtbaren Wasserdunst im gewöhnlichen Leben als Wolken bezeichnet, daß in ihnen das destillierte Wasser sich ebenfalls zu großen Tropfen ansammelt, die dann durch ihre eigene Schwere zur Erde fallen.

Kurt: Ja, nun ist mir alles klar. Dann muß also der Regen, der aus den Wolken fällt, auch ganz reines Wasser sein.

Dr. E.: Wenigstens das reinste, das wir in der Natur kennen. Freilich hat es unterwegs in der Luft doch schon allerlei wieder in sich aufgenommen, wie Staub, Ruß, mikroskopische Pflanzenkeime und die Gase der Luft; immerhin ist es noch unvergleichlich viel reiner als das Wasser unserer Seen und Quellen.

Kreislauf des Wassers. Hartes Wasser

Hans: Aber wenn immer so viel Wasser aus dem Meere aufsteigt, daß aller Regen daher kommt, dann muß doch das Meer endlich immer weniger werden!

Dr. E.: So? Meinst du wirklich? Weißt du denn, wo der Regen bleibt?

Hans: Ja, der sickert in die Erde.