»Bleib!« rief er gebieterischer.

Ich hatte beinahe die Thüre erreicht und kehrte nicht um.

»So stirb, Giaur!«

Im Nu drehte ich mich um und hatte grad noch Zeit, zur Seite auszuweichen. Sein Dolch flog an mir vorüber und tief in das Getäfel der Wand.

»Jetzt bist du mein, Bube!«

Mit diesen Worten sprang ich auf ihn zu, faßte ihn, grad wie ich ihn erwischte, riß ihn empor und schleuderte ihn an die Wand.

Er blieb einige Sekunden liegen und raffte sich dann wieder empor. Seine Augen waren weit geöffnet, die Adern seiner Stirne zum Bersten geschwollen und seine Lippen blau vor Wut; aber ich hielt ihm den Revolver entgegen, und er blieb eingeschüchtert vor mir halten.

»Jetzt hast du die Hand eines Nemsi kennen gelernt. Wage es nicht wieder, sie zu reizen!«

»Mensch!«

»Feigling! Wie nennt man das, wenn einer einen Arzt um Hilfe bittet, ihn mit Worten beschimpft und dann gar hinterrücks ermorden will? Der Glaube, welcher solche Bekenner hat, kann nicht viel taugen!«