Ich wäre vor freudiger Überraschung beinahe aufgesprungen, denn der Text der beiden Strophen, welche er sang, lauteten in dem Arabisch, dessen er sich bediente:

»Fid-dagle ma tera jekun?
Chammin hu Nabuliun.
Ma balu-hu jedubb hena?
Kussu-hu, ja fitjanena!

Gema’a homr el-elbise
Wast el-chala muntasibe.
Ma bal hadolik wakifin?
Hallu-na nenzor musri’ in!«

Und diese arabischen Verse, welche sich sogar ganz prächtig reimten, klingen in unserm guten Deutsch nicht anders als:

»Was kraucht nur dort im Busch herum?
Ich glaub’, es ist Napolium.
Was hat er nur zu krauchen dort?
Frisch auf, Kam’raden, jagt ihn fort!

Wer hat nur dort im off’nen Feld’
Die roten Hosen hingestellt?
Was haben sie zu stehen dort?
Frisch auf, Kam’raden, jagt sie fort!«

Auch die Melodie war ganz und gar dieselbe, Note für Note und Ton für Ton. Ich sprang, als er die zweite Strophe beendet hatte, zur Thür, öffnete dieselbe und sah mir den Menschen an. Er trug weite, blaue Pumphosen, eine eben solche Jacke, Lederstiefeletten und einen Fez auf dem Kopfe, war also eine ganz gewöhnliche Erscheinung.

Als er mich sah, stemmte er die Fäuste in die Hüften, stellte sich, als ob er sich aus mir nicht das mindeste mache, vor mich hin und fragte:

»Gefällt es dir, Effendi?«

»Sehr! Woher hast du das Lied?«