»Wo, wo, Effendi? Rede schnell.«
»Magst du mir nicht vorher die Jungfrau beschreiben?«
»O, sie ist schön wie die Rose und herrlich wie die Morgenröte; sie duftet wie die Blüte der Reseda, und ihre Stimme klingt wie der Gesang der Houris. Ihr Haar ist wie der Schweif des Pferdes Gilja, und ihr Fuß ist wie der Fuß von Delila, welche Samson verriet. Ihr Mund träufelt von Worten der Güte, und ihre Augen – – –«
Ich unterbrach ihn durch eine Bewegung meines Armes.
»Isla Ben Maflei, das ist keine Beschreibung, wie ich sie verlange. Sprich nicht mit der Zunge eines Bräutigams, sondern mit den Worten des Verstandes! Seit wann ist sie dir verloren gegangen?«
»Seit zwei Monden.«
»Hatte sie nicht etwas bei sich, woran man sie erkennen kann?«
»O, Effendi, was sollte dies sein?«
»Ein Schmuck vielleicht, ein Ring, eine Kette – – –«
»Ein Ring, ein Ring, ja! Ich gab ihr einen Ring, dessen Gold so dünn war wie Papier, aber er trug eine schöne Perle.«