Das war mehr als einsilbig, das war grob. Daher schüttelte ich den Kopf und meinte in mitleidigem Tone:

»Du bist ein Kelleh, ein Unglücklicher, den der Kuran dem Mitleide der Gläubigen empfiehlt. Ich bedaure dich!«

Er sah mich mit einem halb zornigen, halb überraschten Blick an.

»Du bedauerst mich? Du nennst mich einen Unglücklichen? Warum?«

»Allah hat deinem Munde die Gabe der Sprache verliehen, aber deine Seele ist stumm. Wende dich nach der Kiblah[34] und bitte Gott, daß er ihr die Sprache wiedergebe, sonst wird sie einst unfähig sein, in das Paradies zu kommen!«

[34] Richtung nach Mekka, beim Gebete vorgeschrieben.

Er lächelte verächtlich und legte die Hand an den Gürtel, in welchem zwei riesige Pistolen steckten.

»Schweigen ist besser als schwatzen. Du bist ein Schwätzer; der Wergi-Baschi Muhrad Ibrahim aber zieht es vor, zu schweigen.«

»Wergi-Baschi? Oberzolleinnehmer? Du bist ein großer und jedenfalls auch ein berühmter Mann, aber du wirst mir trotzdem Antwort geben, wenn ich dich frage.«

»Du willst mir drohen? Ich sehe, daß ich recht gedacht habe: Du bist ein Arab Dscheheïne.«