»Die Dscheheïne wohnen hier in der Nähe. Sie sind berüchtigt als die größten Chirsizler[47] weit und breit, und kein Schiff, kein Mensch ist vor ihnen sicher.«

[47] Spitzbuben.

»Ich denke, Euer Herr, der Wergi-Baschi Muhrad Ibrahim, ist ein Held, ein tapferer Mann, der sich vor keinem Menschen fürchtet, auch vor keinem Räuber, vor keinem Dscheheïne?«

»Das ist er; aber was vermag er, und was vermögen wir alle gegen Abu-Seïf, den ›Vater des Säbels‹, der gefährlicher und schrecklicher ist, als der Löwe in den Bergen oder der Haifisch im Meere?«

»Abu-Seïf? Ich kenne ihn nicht; ich habe noch niemals von ihm gehört.«

»Weil du ein Fremdling bist. Zur Weidezeit bringen die Dscheheïne ihre Herden nach den beiden Inseln Libnah und Dschebel Hassan und lassen nur wenig Männer bei ihnen. Die andern aber gehen auf Raub und Diebstahl aus. Sie überfallen die Barken und nehmen entweder alles, was sie darauf finden, oder erpressen sich ein schweres Lösegeld, und Abu-Seïf ist ihr Anführer.«

»Und was thut die Regierung dagegen?«

»Welche?«

»Steht Ihr denn nicht im Giölgeda padischahnün?«

»Der reicht nicht bis zu den Dscheheïne. Dies sind freie Araber, welche der Großscherif von Mekka beschützt.«