»Nein.«

»Oder vielleicht die Waren, die du aus dem Sudan kommen lässest?«

»Nein.«

»Was sonst?«

»Nichts. Ein Sohn meines Stammes treibt mit Fetnassa keinen Handel.«

»Oder willst du dir ein Weib dort holen?«

Ich improvisierte eine sehr zornige Miene.

»Weißt du nicht, daß es eine Beleidigung ist, zu einem Manne von seinem Weibe zu sprechen! Oder bist du ein Giaur, daß du dieses nicht erfahren hast?«

Wahrhaftig, der Mann erschrak förmlich, und ich begann in Folge dessen die Vermutung zu hegen, daß ich mit meinen Worten das Richtige getroffen hatte. Er hatte ganz und gar nicht die Physiognomie eines Beduinen; Gesichter, wie das seinige, waren mir vielmehr bei Männern von armenischer Herkunft aufgefallen und – – ah, war es nicht ein armenischer Händler, der den Kaufmann in Blidah ermordet hatte und dessen Steckbrief ich in der Tasche trug? Ich hatte mir nicht die Zeit genommen, den Steckbrief, wenigstens das Signalement, aufmerksam durchzulesen. Während mir diese Gedanken blitzschnell durch den Kopf gingen, fiel mein Blick nochmals auf den Revolver. An seinem Griff befand sich eine silberne Platte, in welche ein Name eingraviert war.

»Erlaube mir!«