Da trat Halef vor und sprach: »Den Preis habe ich bereits verdient. Draußen liegt tot der Vater des Säbels.«
»Wo hast du ihn ereilt?« fragte der Scheik.
»Herr, du mußt wissen, daß mein Sihdi ein Meister ist im Kampfe und im Auffinden aller Arten des Makam[134]; er hat mich gelehrt, die Spuren im Sande, im Grase, auf der Erde und auf dem Felsen zu finden; er hat mir gezeigt, wie man nachdenken muß bei der Verfolgung eines Flüchtigen. Ich war der erste, der hinter Abu-Seïf die Höhle verließ; aber ich sah ihn bereits nicht mehr. Ich rannte erst nach links hinauf, dann nach rechts hinab, und da ich nichts von ihm bemerkte, so dachte ich, daß er so klug gewesen sei, sich gleich nach seinem Austritt aus der Höhle zu verstecken. Ich spähte hinter den Steinen und fand ihn auch. Es gab einen kurzen Kampf, dann drang ihm still mein Messer ins ruchlose Herz. Seinen Körper werde ich euch zeigen.«
[134] Fußspur.
Ich blieb wieder in der Höhle, die anderen aber folgten Halef, um den toten Abu-Seïf zu sehen.
Bald kehrten sie jubelnd zurück.
»Was verlangst du als Belohnung?« fragte nun der Scheik den tapfern kleinen Halef.
»Herr, ich komme aus einem fernen Lande, zu welchem ich wohl nicht wieder zurückkehren werde. Hältst du mich für würdig, so nimm mich unter die Deinen auf.«
»Ein Ateïbeh willst du werden? Was sagt dein Herr dazu?«
»Er ist damit einverstanden. Nicht wahr, Sihdi?«