Nachdem die nötigen Verhaltungsmaßregeln erteilt worden waren, warf er die rätselhafte Hacke nebst der Büchse über die Achsel und folgte mir. Es galt, die Diebe einzuholen, ehe sie zu einer größeren Truppe stießen, und daher schritt ich so schnell aus, als mir möglich war. Die langen karrierten Beine meines Gefährten hielten sich ganz wacker; es war eine Lust, so mit ihm zu laufen.

Wir befanden uns in der Zeit des Frühjahrs; der Boden glich daher nicht einer Wüste, sondern einer Wiese, nur daß die Blumen förmlich büschel- oder vielmehr buschweise aus der Erde schossen. Wir waren noch nicht weit gekommen, so hatten unsere Hosen sich vom Blütenstaube gefärbt. Wegen dieser Höhe der Vegetation war die Spur sehr deutlich zu erkennen. Sie führte uns schließlich an ein Nebenflüßchen, welches von dem Dschebel Dschehennem herfloß und eine sehr aufgeregte Wassermasse zeigte. An seinem Ufer stieß die Spur an eine Stelle, die von Pferdehufen zertreten war, und eine neue Untersuchung ergab von hier aus zehn statt vier Hufspuren. Zwei von den sechs Dieben waren bis hierher gelaufen, statt geritten, und hier hatten sie alle ihre Pferde versteckt gehabt.

Lindsay machte eine sehr mißvergnügte Miene.

»Miserabel – tot ärgern!«

»Worüber?«

»Werden entkommen!«

»Weshalb?«

»Haben nun alle Pferde – wir laufen.«

»Pah! Ich holte sie dennoch ein, wenn Sie aushielten; aber dies ist gar nicht einmal nötig. Man darf nicht nur sehen, sondern man muß auch schließen.«

»Schließen Sie!«