[139] Königin von England.
»Diese drei Männer gehören nicht zu dem Konsulat. Wir sind müde Wanderer und begehren von dir weiter nichts, als einen Schluck Wasser für uns und eine Dattel für unsere Pferde.«
»Wenn ihr nicht zum Konsulat gehört, so sollt ihr haben, was ihr begehrt. Tretet ein und seid mir willkommen!«
Wir banden unsere Pferde an die Lanzen und gingen in das Zelt. Dort erhielten wir Kamelmilch zu trinken; die Speise bestand nur aus dünnem, hartem und halb verbranntem Gerstenkuchen – ein Zeichen, daß der Scheik uns nicht als Gäste betrachtete. Während des kurzen Mahles fixierte er uns mit finsterem Auge, ohne ein Wort zu sprechen. Er mußte triftige Gründe haben, Fremden zu mißtrauen, und ich sah ihm an, daß er neugierig war, etwas Näheres über uns zu erfahren.
Lindsay schaute sich in dem Zelte um und fragte mich:
»Böser Kerl, nicht?«
»Scheint so.«
»Sieht ganz so aus, als ob er uns fressen wollte. Was sagte er?«
»Er begrüßte uns als Ungläubige. Wir sind seine Gäste noch nicht und haben uns sehr vorzusehen.«
»Nicht seine Gäste? Wir essen und trinken doch bei ihm!«