»Sie können nicht kommen, denn der Gouverneur hat ein Heer gesammelt, um ihre Weideplätze am Sindschar mit Krieg zu überziehen. Ich bin auf mich selbst angewiesen. Allah möge mich beschützen!«
»Mohammed Emin, ich habe gehört, daß die Obeïde, die Abu-Hammed und die Dschowari Räuber sind. Ich liebe sie nicht; ich bin ein Freund der Schammar. Die Schammar sind die edelsten und tapfersten Araber, die ich kenne; ich wünsche, daß du alle deine Feinde besiegen mögest!«
Ich beabsichtigte nicht etwa, mit diesen Worten ein Kompliment auszusprechen; sie enthielten vielmehr meine volle Überzeugung. Dies mußte wohl auch aus meinem Tone herausgeklungen haben, denn ich sah, daß sie einen freundlichen Eindruck hervorbrachten.
»Du bist in Wirklichkeit ein Freund der Schammar?« fragte er mich.
»Ja, und ich beklage es sehr, daß Zwietracht unter sie gesät wurde, so daß ihre Macht nun fast gebrochen ist.«
»Gebrochen? Allah ist groß, und noch sind die Schammar tapfer genug, um mit ihren Gegnern zu kämpfen. Wer hat dir von uns erzählt?«
»Ich habe schon vor langer Zeit von euch gelesen und gehört; die letzte Kunde aber erhielt ich drüben im Belad Arab bei den Söhnen der Ateïbeh.«
»Wie?« fragte er überrascht, »du warst bei den Ateïbeh?«
»Ja.«
»Sie sind zahlreich und mächtig, aber es ruht ein Fluch auf ihnen.«