»Hat sie ihre Rache erreicht?«
»Ja; er ist tot. Hadschi Halef Omar, mein Diener, hat ihn gefällt und dafür Hanneh, Amschas Tochter, zum Weibe erhalten.«
»Dein Diener? So bist du kein gewöhnlicher Krieger?«
»Ich bin ein Sohn der Uëlad German und reise durch die Länder, um Abenteuer zu suchen.«
»O, jetzt weiß ich es. Du thust, wie Harun al Raschid gethan hat; du bist ein Scheik, ein Emir und ziehst auf Kämpfe und auf Abenteuer aus. Dein Diener hat den mächtigen Vater des Säbels getötet, du als sein Herr mußt noch ein größerer Held sein, als dein Begleiter. Wo befindet sich dieser wackere Hadschi Halef Omar?«
Es fiel mir natürlich gar nicht ein, dieser mir sehr vorteilhaften Ansicht über mich zu widersprechen. Ich antwortete:
»Du wirst ihn vielleicht bald zu sehen bekommen. Er wird von dem Scheik Malek abgesandt, um die Schammar zu fragen, ob er mit den Seinen unter ihrem Schutze wohnen könne.«
»Sie werden mir willkommen sein, sehr willkommen. Erzähle mir, o Emir, erzähle mir von ihnen!«
Er setzte sich wieder nieder. Ich folgte seinem Beispiele und berichtete ihm über mein Zusammentreffen mit den Ateïbeh, so weit ich es für nötig hielt. Als ich zu Ende war, reichte er mir die Hand.
»Verzeihe, Emir, daß ich dies nicht wußte. Du hast diese Engländer bei dir, und sie sind meine Feinde. Nun aber sollt ihr meine Gäste sein. Erlaube mir, daß ich gehe und das Mahl bestelle.«