»Ja.«
»Und auch unser Freund?«
»Ja.«
»Komm mit mir; ich werde dir etwas zeigen!«
Er verließ das Zelt. Ich folgte ihm mit dem Engländer und allen anwesenden Arabern. Neben dem großen Zelte hatte man während unseres Mahles ein kleineres für die beiden Diener aufgeschlagen, und im Vorübergehen bemerkte ich, daß man auch sie mit Speise und Trank bedacht hatte. Außerhalb des Zeltkreises standen die Pferde des Scheik angebunden; zu ihnen führte er mich. Sie waren alle ausgezeichnet, zwei aber entzückten mich förmlich. Eines war eine junge Schimmelstute, das schönste Geschöpf, welches ich jemals gesehen hatte. Seine Ohren waren lang, dünn und durchscheinend, die Nasenlöcher hoch, aufgeblasen und tief rot, Mähne und Schweif wie Seide.
»Herrlich!« rief ich unwillkürlich.
»Sage: Masch Allah!« bat mich der Scheik.
Der Araber ist nämlich in Beziehung auf das sogenannte »Beschreien« sehr abergläubig. Wem irgend etwas sehr gefällt, der hat »Masch Allah« zu sagen, wenn er nicht sehr anstoßen will.
»Masch Allah!« antwortete ich.
»Glaubst du, daß ich auf dieser Stute den wilden Esel des Sindschar müde gejagt habe, bis er zusammenbrach?«