»Ich war sogar in seinem Zelte.«

»Die Abu Mohammed leben mit den Dschowari und Abu Hammed nicht in Frieden.«

»Er sagte es. Er kannte deinen Rappen und ist dein Freund. Er wird dir mit dem Stamme der Alabeïden zu Hilfe kommen.«

»Sagst du die Wahrheit?«

»Ich sage sie.«

Da sprangen alle Anwesenden auf und reichten sich jubelnd die Hände. Ich wurde von ihnen beinahe erdrückt. Dann mußte ich alles so ausführlich wie möglich erzählen. Ich that es. Sie glaubten alles, nur daß ich den Löwen so ganz allein und noch dazu bei stockfinsterer Nacht erlegt haben wollte, das schienen sie sehr zu bezweifeln. Der Araber ist gewohnt, dieses Tier nur am Tage und zwar in möglichst zahlreicher Gesellschaft anzugreifen. Ich legte ihnen endlich das Fell vor.

»Hat diese Haut ein Loch?«

Sie besahen es höchst aufmerksam.

»Nein,« lautete dann der Bescheid.

»Wenn Araber einen Löwen töten, so hat die Haut sehr viele Löcher. Ich habe ihm zwei Kugeln gegeben. Seht her! Die erste Kugel war zu hoch gezielt, weil er zu entfernt von mir war und ich in der Finsternis nicht ganz genau zu zielen vermochte. Sie hat die Kopfhaut gestreift und das Ohr verletzt. Hier seht ihr es. Die zweite Kugel gab ich ihm, als er zwei oder drei Schritte von mir war; sie ist ihm in das linke Auge gedrungen. Ihr seht dies hier, wo das Fell versengt ist.«