»Ich weiß es: du bist geizig und gönnst mir nichts. Hast du mir nicht stets die reichsten Reisenden weggefangen?«
»Ich fange keinen weg; ich führe nur die Leute, welche freiwillig zu mir kommen.«
»Warum ist Omar, dein Sohn, Führer nach Seftimi geworden? Ihr nehmt mir mit Gewalt das Brot hinweg, damit ich verhungern soll; Allah aber wird euch strafen und eure Schritte so lenken, daß euch der Schott verschlingen wird.«
Es mochte sein, daß die Konkurrenz hier eine Feindschaft entwickelt hatte, aber dieser Mann besaß überhaupt keine guten Augen, und so viel war sicher, daß ich mich ihm nicht gern anvertraut hätte. Er wandte sich von uns und schritt am Ufer hin, wo in einiger Entfernung die zwei Reiter erschienen, welche er führen sollte. Es waren die beiden Männer, welche wir in der Wüste getroffen und dann verfolgt hatten.
»Sihdi,« rief Halef. »Kennst du sie?«
»Ich kenne sie.«
»Wollen wir sie ruhig ziehen lassen?«
Er hob bereits das Gewehr zum Schusse empor. Ich hinderte ihn daran.
»Laß! Sie werden uns nicht entgehen.«
»Wer sind die Männer?« fragte unser Führer.