Wir eilten dem Kampfplatz zu, und die anderen folgten uns so schnell wie möglich. Auf dem Verbandplatz herrschte reges Leben, und vor demselben bildete eine Anzahl bewaffneter Haddedihn einen Kreis, in dessen Mitte die besiegten und jetzt gefesselten Scheiks saßen. Ich wartete, bis Eslah herbeikam, und fragte ihn schonend:

»Willst du bei mir bleiben?«

Seine Antwort klang, wie ich es erwartet hatte:

»Sie sind meine Verbündeten; ich gehöre zu ihnen.«

Er trat in den Kreis und setzte sich an ihrer Seite nieder. Es wurde dabei kein Wort gesprochen, aber man sah es, daß die beiden anderen bei seinem Erscheinen erschraken. Vielleicht hatten sie auf ihn noch einige Hoffnung gesetzt.

»Führe deine Gefangenen in das Wadi!« sagte Malek.

Ich folgte ihm. Als ich das Thal betrat, bot sich mir ein außerordentlich malerischer Anblick dar. In die Brustwehr war zur Erleichterung des Verkehrs eine Bresche gerissen; zu beiden Seiten der Thalwände hatten sich Wachtposten aufgestellt; die ganze Thalsohle wimmelte von gefangenen Menschen und Pferden, und im Hintergrunde lagerten diejenigen unserer Verbündeten, welche noch im Wadi Platz gefunden hatten. Dazwischen waren verschiedene Haddedihn beschäftigt, die Pferde der Feinde zu sammeln, um sie hinaus auf die Ebene zu bringen, wo auch die Waffen derselben auf einem einzigen großen Haufen lagen.

»Hast du so etwas bereits gesehen?« fragte mich Malek.

»Noch größeres,« antwortete ich.

»Ich nicht.«