Er hielt ihn fest, und die beiden Diener banden ihm kunstgerecht die Hände. Der Jüngling war im ersten Augenblick verblüfft, dann aber drehte er sich zu mir herum.
»Was soll das sein, Emir?«
»Du wirst mit uns gehen.«
»Ich bin kein Gefangener, ich bleibe hier!«
Da drängte sich ein altes Weib herbei.
»Allah kerihm, Emir! Was willst du mit meinem Sohne thun?«
»Er wird uns begleiten.«
»Er? Der Stern meines Alters, der Ruhm seiner Gespielen, der Stolz seines Stammes? Was hat er gethan, daß du ihn bindest wie einen Mörder, den die Blutrache ereilt?«
»Schnell, Sir! Bindet ihn an das Pferd und dann vorwärts!«
Sofort gab ich das Zeichen zum Aufbruch und ritt davon. Ich hatte erst Mitleid mit dem so schwer bestraften Stamme gehabt, jetzt aber widerte mich jedes Gesicht desselben an, und als wir das Lager und das Wehegeheul hinter uns hatten, war es mir, als ob ich aus einer Räuberhöhle entronnen sei.