»O, Emir, dein Glaube ist gut; dein Glaube ist recht; wir freuen uns, daß wir dich getroffen haben! Erzeige uns also die Liebe und vergieb dem Scheik der Abu Hammed, was er uns gethan hat!«
»Wir werden sehen! Wißt ihr, wohin wir reisen?«
»Wir wissen es. Wir gehen nach dem Wadi Deradsch.«
»Ihr werdet dem Scheik der Haddedihn willkommen sein.«
Nach dieser kurzen Unterredung ward der Marsch fortgesetzt. Bei Kalaat el Dschebbar gelang es mir, eine Menge Trüffel zu entdecken, worüber der Engländer in Entzücken geriet. Er suchte sich einen Vorrat zusammen und versprach mir, mich zu einer Trüffelpastete einzuladen, welche er selbst bereiten werde.
Als der Mittag vorüber war, lenkten wir zwischen die Berge von Kanuza und Hamrin ein und hielten uns grad auf Wadi Deradsch zu. Ich hatte unsere Ankunft mit Vorbedacht nicht melden lassen, um den guten Scheik Mohammed Emin zu überraschen; aber die Wachen der Abu Mohammed bemerkten uns und gaben das Zeichen zu einem Jubel, der das ganze Thal erfüllte. Mohammed Emin und Malek kamen uns sofort entgegen geritten und bewillkommneten uns. Meine Herde war die erste, welche anlangte.
Es gab hinüber auf die Weideplätze der Haddedihn keinen andern Weg als durch das Wadi hindurch. Hier befanden sich noch sämtliche Kriegsgefangene, und man kann die Blicke der Abu Hammed sich vorstellen, welche sie auf uns warfen, als sie ein ihnen bekanntes Tier nach dem andern an sich vorbeigehen lassen mußten. Endlich waren wir wieder auf der Ebene, und nun stieg ich vom Pferde.
»Wer ist in den Tachterwahns?« fragte Mohammed Emin.
»Drei Männer, welche Scheik Zedar zu Tode martern wollte. Ich werde dir noch von ihnen erzählen. Wo sind die gefangenen Scheiks?«
»Hier im Zelte. Da kommen sie.«