»O, Herr, so habe ich eine Botschaft an dich!«

»Sage sie!«

»Es war in Baadri, und ehe wir unsere Reise antraten, da ging ich zum Bache, um zu schöpfen. An demselben lag eine Truppe Arnauten, welche einen jungen Mann bewachten. Er bat mich, ihm zu trinken zu geben, und indem er that, als trinke er, flüsterte er mir zu: ›Gehe zu den Schammar, zu Mohammed Emin und sage ihm, daß ich nach Amadijah geschafft werde. Die andern sind hingerichtet worden.‹ Dies ist es, was ich dir zu sagen habe.«

Der Scheik taumelte zurück.

»Amad el Ghandur, mein Sohn!« rief er. »Er war es, er war es! Wie war er gestaltet?«

»So lang und noch breiter als du, und sein schwarzer Bart hing ihm bis zur Brust herab.«

»Er ist es! Hamdulillah! Endlich, endlich habe ich eine Spur von ihm! Freuet euch, ihr Männer, freuet euch mit mir, denn heute soll ein Festtag sein für alle, mögen sie nun Freunde oder Feinde heißen! Wann war es, als du mit ihm geredet hast?«

»Sechs Wochen sind seitdem vergangen, Herr!«

»Ich danke dir! Sechs Wochen, wie lange Zeit! Aber er soll nicht länger schmachten; ich hole ihn, und wenn ich ganz Amadijah erobern und zerstören müßte! Hadschi Emir Kara Ben Nemsi, reitest du mit, oder willst du mich bei dieser Fahrt verlassen?«

»Ich reite mit!«