»Ich kann es!«

»Gut! Aber wenn es mich schmerzt, so bekommst du die Hiebe, die ihm erlassen werden.«

Er klatschte in die Hände, und ein Offizier trat herein.

»Laßt den Hekim los! Dieser Fremdling hat für ihn gebeten.«

Der Mann trat mit einem sehr erstaunten Gesichte zurück.

Nun streckte ich dem Pascha zwei Finger in den Mund, drückte erst – des Hokuspokus wegen – ein wenig an dem Nachbarzahne herum, faßte dann den kranken Eckzahn und nahm ihn weg. Der Patient zuckte mit den Wimpern, schien aber gar nicht zu ahnen, daß ich den Zahn bereits hatte. Er faßte meine Hand schnell und schob sie von sich weg.

»Wenn du ein Hekim bist, so probiere nicht erst lange! Hier liegt das Ding!«

Er deutete auf den Fußboden. Ich hielt den Zahn unbemerkt zwischen den Fingern und bückte mich. Der Gegenstand, den ich da liegen sah, war ein alter, ganz unmöglich gewordener Geisfuß, und daneben lag eine Zahnzange – aber was für eine! Man hätte mit derselben jede Sorte von Plättstählen aus dem Feuer nehmen können. Ein klein wenig Spiegelfechterei konnte nichts schaden. Ich fuhr dem Pascha mit dem Geisfuße in den nicht allzu kleinen Mund.

»Paß auf, ob es wehe thut! Bir – iki – itsch – eins, zwei, drei! Hier ist der Ungehorsame, welcher dir solche Schmerzen bereitet hat!« Ich gab ihm den Zahn.

Er sah mich ganz erstaunt an.