»Dort ist alles Militär versammelt, welches gegen die Schammar ziehen sollte; jetzt aber werde ich die Leute nach einem andern Ort schicken.«

»Darf ich fragen, wohin?«

»Das ist mein Geheimnis, und niemand darf es erfahren. Du weißt wohl auch, daß diplomatische Heimlichkeiten sehr streng bewahrt werden müssen.«

Jetzt trat der Mann ein, den er vorhin mit dem Auftrage fortgeschickt hatte, einen mit Zahnschmerzen Behafteten ausfindig zu machen. Ich suchte ihm das Ergebnis seiner Forschung am Gesichte abzulesen, denn es war mir keineswegs genehm, mit dem alten Geisfuße oder mit dem Zangenungetüm in die Zahnpalisaden eines Arnauten Bresche reißen zu müssen – und zwar schmerzlos, wie es jedenfalls verlangt wurde.

»Nun?« fragte der Gouverneur.

»Verzeihe, o Pascha; ich habe keinen Menschen gefunden, welcher an Disch aghrisi leidet!«

»Auch du selbst leidest nicht daran?«

»Nein.«

Mir wurde das Herz leicht. Der liebenswürdige Pascha wandte sich bedauernd zu mir:

»Es ist schade! Ich wollte dir Gelegenheit geben, deine Kunst bewundern zu lassen. Aber vielleicht findet sich morgen oder übermorgen einer.«